Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wiesenbau, m.

wiesenbau, m.,
gesamtheit der arbeiten zur pflege und nutzung der wiesen (s. d. gr. Brockhaus 20 [1935] 315ᵇ). seit der 2. hälfte des 18. jhs. in der fachliteratur gut bezeugt (gebucht von Campe 5 [1811] 715ᵃ): allgemeine polizeiordnungen ... uͤber acker- und wiesenbau ... sind mehrentheils ... verletzungen der freiheit (1772) Möser s. w. (1842) 2, 23; im ganzen Sanenland ist kein wiesenbau Bonstetten br. über e. schweiz. hirtenland (1782) 42; dass gerade in den provinzen, wo der ackerbau am höchsten gestiegen ist, der wiesenbau ziemlich hintangesetzt wird Schwerz prakt. ackerbau (1882) 153; eine der ältesten spuren von wiesenbau findet sich um 740 in dem güterverzeichnis des oberbayrischen klosters Staffelsee Wimmer gesch. d. dt. bodens (1905) 67. 'wiesenfläche': (ein) vertrag ..., vermittelst dessen jener ihm ... einen verhältniszmäszigen antheil an seinem kornacker sowohl als an seinem wiesenbau zustand Lenz ges. schr. 3, 104 Tieck. als fachdisziplin: der erste theil enthält ... die geschichte ... des wiesenbaues allg. dt. bibl. (1765) 56, 293; (über den wert d. wiesen können) erst in der lehre vom wiesenbau richtige grundsätze angegeben werden Thaer grundzüge d. rat. landwirthsch. (1809) 1, 44; die allein maszgebenden autoritäten für den wiesenbau M. Heyne dt. hausaltert. 2 (1901) 132. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1600, Z. 24.

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Zitationshilfe
„wiesenbau“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiesenbau>.

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