Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wiesenblümchen, n.

wiesenblümchen, n.,
dim. zum folg.; ganz allgemein für kleine, unscheinbare blume:
meine kron' ein wiesenblümchen,
und mein reich des schäfers herz
Herder 25, 413 S.;
da sah und fuͤhlt' ich dich, schoͤpfer!
fühlt' es, dasz du die liebe bist. —
sah im wiesenbluͤmchen dich
Schubart sämmtl. ged. (1825) 1, 42;
da wird jeder baum bewundert, jede aussicht genossen, jedes wiesenblümchen im vorbeigehen betrachtet Holtei erz. schr. (1861) 17, 60. bildlich und übertragen:
aber ach, die suͤsse freude floh;
bald empfand ich qualen;
zarte wiesenblümchen welken so
in den mittagsstrahlen
J. M. Miller ged. (1783) 193;
es ist uns manchmal vorgekommen, als betrachte er (Menzel) die litteratur wie eine vegetation — und da wandelt er mit uns herum ... reiszt witze über die gröszten eichen ..., neigt sich freundlich zu einigen befreundeten wiesenblümchen H. Heine s. w. 7, 247 Elster; auch um Wilhelms namen schlangen sich grüne blätter und bunte wiesenblümchen Holtei erz. schr. (1861) 7, 164.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1601, Z. 14.

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Zitationshilfe
„wiesenblümchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiesenbl%C3%BCmchen>.

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