Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wiesenwuchs, m.

wiesenwuchs, m.,
pflanzenbestand und -wachstum auf wiesen. junges, zu ¹wuchs 4 teil 14, 2, sp. 1723 gebildetes wort. fehlt den hist. wbb. (nur Adelung 5 [1786] 222 s. v. wiesewachs 'nicht so üblich sind die formen wiesewuchs und wiesenwachs'). meist wie wiesenwachs 1 gebraucht: der steinige boden giebt wenig wiesenwuchs Ritter erdkde (1822) 3, 28; so schritten sie durch den üppigen wieswuchs ans ufer des flüszleins Aach (1855) Scheffel ges. w. (1907) 2, 46; bis es (das rohr) endlich ganz verschwindet, um dafür einem üppigen wiesenwuchs ... platz zu machen Allmers marschenb. (³1900) 16; so dasz trotz des tief stehenden grundwassers ein kräftiger wiesenwuchs möglich ist Strecker d. kultur d. wiesen (1923) 96. vgl. wiesenwachs 4: Titius hatte 40 unterthanen, welche ihm 565 arthacker feld und 68 arthacker wiszwuchs zu bestellen schuldig (ende 17. jh.) bei Scherz-Oberlin (1781) 1, 61; wie alles dem heiligen Pirminius solle zugewiesen sein, haus und hof ... wald und weinberg, weide und wieswuchs (1855) Scheffel ges. w. (1907) 2, 41; in weiter ausdehnung ersetzt aber auch luzerne ... den wiesenwuchs Ratzel völkerkde (1885) 2, 534.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1627, Z. 26.

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Zitationshilfe
„wiesewuchs“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiesewuchs>.

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