Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wiesenfeld, n.

wiesenfeld, n.,
für wiese (im unterschied zu acker) und wohl meist 'als wiese genutztes feld', auch 'feld, das vorher wiese war' s. u. Bock. seit dem 16. jh. gut bezeugt (lexikalisch seit Schottel haubtspr. [1663] 485, Stieler stammb. [1691] 464, nicht bei Adelung); aus jüngster zeit selten belegt (mundartl. als veraltet 'wisenfeld feld mit wieswachs' Fischer schwäb. 6, 3431; wîsfeld Schatz wb. d. tir. maa. 709): es sind aber die vmbgerissene grasz oder wisenfelder in vnsern grentzen am besten, da geroͤtt der cappes (kohl) am liebsten Bock kreutterb. (1539) 2, 42ᵃ; (Rouen) hat gegen mittnacht weite und breite wisenfelder G. Braun beschr. u. contrafactur (1581) 3, 7ᵃ; ist etwa ein vom adel der mehr wiesenfelder und waͤlder hat Reinicke Fuchs (1650) 345; wer aber soviel als ein mannmad wiesfeld in der gemeinde hat, mag zwei kühe vortreiben (um 1766) österr. weist. 4, 199; reiches wiesen- und ackerfeld mit dorfschaften und cultur Ritter erdkde (1822) 5, 465; die Stephana lag in schneeweiszem linnen zu tod verwundet auf dem grünen anger des wiesenfelds E. v. Handel-Mazzetti Stephana Schwertner in: dt. rundschau 154 (1913) 197.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1604, Z. 49.

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Zitationshilfe
„wiesfeld“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiesfeld>.

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