Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wiesenfleck, m.

wiesenfleck, m.,
ähnlich dem häufiger bezeugten wiesenplan (s. d.). vereinzelt früh lexik.: anger, vulg. wisenfleck cartilium idem graminarium, voc. incip. teut. (Speyer um 1485) b 1ᵇ. bald ein bestimmtes stück wiese als landwirtschaftl. besitztum und bald allgemeiner mit wiese bewachsene kleine fläche landes: Hans Ortel gibt von zweien wiszflecken zu Nalaszgrun bei dem brucklein 7 g (1525) d. Elbogener urbar 35 Schreiber, u. ö.; dasz die obgenanten von Kaiszham den haidwang mit aller ... zugehorung ... wiszflecken ... sollen ... besizen Knebel chron. v. Kaisheim 149 lit. ver.; ain hofstat, wisfleck und ackerle (ende 16. jh.) österr. weist. 5, 744; (die wildschweine) offt in einer eintzigen nacht... einen gantzen grossen wiesfleck mit ihrem umwuͤhlen ... zu nicht machen Hohberg georg. cur. (1682) 2, 258; wiesenflecken, weinberge den hügel hinauf, oberwärts neue anlagen getheilter gemeingüter (1797) Göthe I 34, 1, 410 W.; dem pfarrherrn ... fröstelte oft ... auf dem sonnigsten wiesenflecke (1864) W. Raabe s. w. I 6, 222; der schmied ..., der ... zwei wiesenflecke ... besasz O. M. Graf unruhe (1948) 155. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1605, Z. 41.

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Zitationshilfe
„wiesfleck“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiesfleck>.

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