Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wiesig, adj.

wiesig, adj.,
wiesenartig, mit wiese bewachsen. früh lexikalisch (Diefenbach gl. 451ᵃ): pratensis wisig gemma gemm. (Straszb. 1505) t 6ᶜ; wiesig Frischlin nomencl. (1586) 154ᵃ; wiesecht Dentzler clav. ling. lat. (1686) 604ᵇ. bald mehr von der beschaffenheit des bodens ('feucht, weich') und bald vom aussehen einer fläche, eines geländes. das wort ist bis ins 19. jh. nur selten bezeugt, wird aber in jüngster zeit häufiger: die in wiesigen oͤrtern (leben, sind) etwas weicher von leib und sitten G. Braun beschr. u. contrafactur (1574) 5, 37ᵇ; dazumal war Hessen noch ein wuͤstes landt und wohneten die leut hin und wider an wasserigen und wiesechten orten W. Dilich hess. chron. (1608) 2, 105;
pinie ragt auf wiesigem grund, und es öffnet das tal sich
(1834) Platen w. 1, 303 Hempel;
der pfad führte durch tannengehölz in ein wiesiges waldquellen-gerinne Kürnberger nov. 1 (1861) 209; der Sintlinger übersah die wiesige ebene H. Stehr d. heiligenhof (1918) 2, 147; ein geleise, tief in den wiesigen boden gerissen Watzlik pfarrer v. Dornloh (1930) 28.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1628, Z. 16.

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Zitationshilfe
„wiesig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiesig>.

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