Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wiesenkümmel, m.

wiesenkümmel, m.,
seit dem 15. jh. durchgehend belegte zs., zufrühest in glossaren (carue wyesen komel [anf. 15. jhs., obd.] Diefenbach nov. gl. 77ᵇ, carui wysekümel [md.] gl. 639ᵇ); verbreitet mundartlich: wêsenkemmel Damköhler Nordharz 226ᵃ; wisekimmel luxemb. ma. 488ᵇ; wisenkümmel Fischer schwäb. 6, 891. das wort steht fast durchweg fachsprachlich für carvum carvi L. (s. Marzell wb. d. dt. pflanzenn. 1, 856; 860): wiszkümmel Alberus dict. (1540) DD 3ᵇ; matkuͤmmich oder wisen kümmel Dryander d. ganzen arzenei gem. inhalt (1542) 34ᵃ; wegkuͤmmel, wiesenkuͤmmel Wirsung artzneyb. (1588) reg. s. v. kümmich; wiszkuͤmmel, matkuͤmmel Megiser thes. (1603) 1, 224ᵇ; cuminum pratense wiesenkümel oder klein kümel Corvinus fons latin. (1646) 242; der wiesenkuͤmmel gepulvert, erhaͤlt fisch und fleisch an statt des saltzes vor der fäule Hohberg georg. cur. (1682) 1, 544; wiesenkümmel Stieler stammb. (1691) 947; wiesenkümmel Kramer t.-it. 2 (1702) 1347ᶜ; jetzo gelangen wir zu unserm ... allerbesten einheimischen gewuͤrz, dem wiesenkümmel Ehrhart pflanzenhist. (1753) 6, 133; die vorzüglichsten wiesenpflanzen ... sind folgende: wiesenfuchsschwanz ..., wiesenkümmel Thaer rat. landwirthsch. (1809) 3, 230; der wiesenkümmel giebt ... wechselnde mengen ... eines öles Muspratt chemie (1888) 1, 113.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1614, Z. 7.

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Zitationshilfe
„wieskümmel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiesk%C3%BCmmel>.

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