Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wiesental, n., (m.)

wiesental, n. (m.),
ein (vorwiegend) mit wiesen bedecktes tal; seit dem 16. jh. bezeugtes und im 19. jh. sehr geläufiges wort (gebucht von Campe 5 [1811] 717ᵇ); neben dem üblichen -er-plural steht bis in neueste zeit wiesentale (s. tal teil 11, 1, 1, sp. 296):
in den wiesenthalen
(1776) Matthisson ged. 1, 7 Bölsing;
die smaragdenen wiesentale Weigand die gärten gottes (1930) 176. vorwiegend in dichterischer sprache gebraucht, bezeichnet das wort, ähnlich wie wiesengrund 1 c, zumeist ein an landschaftlichem reiz reiches tal:
nun wil ich euch spazieren fein,
nausfuͤrn, jhr zuckermuͤndelein,
ins grüne naus, in wiesenthal
(1582) Hayneccius Hans Pfriem 2472 ndr.;
da die schlanke Pegnitz reiset durch den schönen wiesenthal
Harsdörffer poet. trichter (1647) 1, 69;
gleich ausserhalb der stadtmawren ist ein schönes und sehr lustiges wiszthal Megiser deliciae Neapolitanae (1665) 162;
im flachen bette
schleicht er (der wassersturz) das wiesenthal hin
(1790) Göthe I 2, 57 W.;
ein freundliches wiesenthal öffnet sich, von grünen hügeln umgeben Pückler briefw. u. tageb. (1873) 2, 160; die aussicht in ein stilles wiesental Mörike ges. schr. (1905) 3, 77 G.; endlich sah ich das dorf zu meinen füssen liegen in einem grünen wiesenthale G. Keller ges. w. (1889) 1, 176. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1623, Z. 36.

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Zitationshilfe
„wiestal“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiestal>.

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