Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wief, adj.

wief, adj.,
lebhaft, aufgeweckt, klug, schlau. entlehnt aus frz. vif. s. den artikel vif teil 12, 2, sp. 354, wozu das folgende nachzutragen ist: das wort, das die maa.-wbb. aus den verschiedensten teilen des dt. sprachgebietes verzeichnen: Doornkaat Koolman ostfries. 547; luxemb. wb. 487; Follmann Lothringen 541; Müller-Fraureuth obersächs. 2, 622; Schmeller-Fr. bayer. 2, 864; Schatz Tirol 705; Fischer schwäb. 6, 810; Martin-Lienhart elsäss. 2, 795; Seiler Basel 315, lebt vorwiegend in burschikoser umgangssprache. vereinzelte literarische belege treten seit dem 18. jh. auf: bin gott lob frisch und viv quelle von 1736 bei Fischer schwäb. 6, 810; ein harlekin ist ein schlanker wifer bursch Nestroy ges. w. (1890) 2, 188; aus dem gesinde des hofes und 'wiffen' leuten umliegender bauernhäuser will der verwalter eine truppe zusammenbringen, die komödie spielt Rosegger schr. (1895) III 9, 166.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1514, Z. 27.

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Zitationshilfe
„wiff“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiff>.

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