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Fundstelle: Lfg. 2 (1916), Bd. XIV,II (1960), Sp. 171, Z. 51
äuszerung, kundgebung des willens, zunächst mit bezug auf personen: da es (das gefühl) .. allen willensäuszerungen .. zum grunde liegt Schleiermacher werke I 3, 14; der launische tyrann, der keine willensäuszerung neben sich duldet Gentz schriften 1, xiv; (präsident zu Leonie) an dem tage der vermählung ist ein höchster wille gesonnen, seine allerhöchsten willensäuszerungen in die hände eurer hoheit niederzulegen G. Büchner schriften 169; mit eifer suchte er (der freiherr) die aufträge, welche Anton gegeben hatte, durch seine willensäuszerung zu stören Freytag werke 5, 278; auch von unpersönlichen trägern eines willens: frau Mergenthal erschrak über dieses wundervolle naturspiel, diese unverkennbare willensäuszerung des schicksals und diese offenbare thatsache überhaupt Keller 5, 262; der mensch irrte von da an, wo er ... den zusammenhang ihrer (der natur) unbewuszten ... thätigkeit für absichtliches gebahren ... endlicher willensäuszerungen hielt Rich. Wagner 3, 43; sie (die republik) kann durch ... willensäuszerungen ... ihre beamte ... verpflichten Haller restauration d. staatswiss. 6, 231. —
Zitationshilfe
„willensäuszerung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/willens%C3%A4uszerung>, abgerufen am 24.06.2019.

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