Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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wimmerich1, wimmericht1, adj.

¹wimmerich(t), adj.,
zu ¹wimmer, m., vom holz und gestein 'knorrig, flasericht, verworren, hart, fest, unartig'; wimmert H. Sachs s. u.; besonders vom erlenholz Campe; Schmeller 2, 913; Hoyer-Kreuter techn. wb. 1, 849; thür. wömmericht Hohberg georg. 3ᴵᴵ, 330ᵃ; vgl. auch wimmerlich weiter unten.
1)
vom holz, dessen fasern unordentlich durcheinander gewachsen sind Mothes baulex. 4, 426; vom verarbeiteten holz, wenn es, gehobelt, flammig oder wolkig aussieht Jacobsson technol. wb. 8, 204ᵃ: auf ein wimmeriges und estigs scheid gehört ein stehlener keil und schwerer peuschel Mathesius werke 3, 85; man muͦsz etwa groszknorrend, wimmerig, ästig block und stock also ganz onzerspalten lassen S. Franck sprichw. 2, 170ᵇ; übertragen vom bäurischen wuchs: wimmert und knögret H. Sachs 5, 277 Keller; (von einer nase) wimret, wartzet, knorret und knocket 14, 61 Götze; indem (der weiszbaum) .. sehr wimmerich und langsam wächset Döbel jägerpract. 3, 15; dieser baum ist .. sehr unartig und wimmerich Göchhausen notabilia 171; der wimmerige wuchs Ratzeburg waldverderbnis 1, 49.
2)
bergmännisch vom gestein, Schönberg berginform. 2, 43; Hübner curieuses u. real. lex. (1714) 1710; Jacobsson techn. wb. 4, 648ᵃ: wenn das gestein feste oder wimmericht wird, sagt man: das gestein wird flasericht Herttwig bergbuch (1734) 135ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1916), Bd. XIV,II (1960), Sp. 223, Z. 16.

wimmericht1, adj.

¹wimmericht, adj.
zu ¹wimmern v.; Stieler 2481.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1916), Bd. XIV,II (1960), Sp. 223, Z. 42.

wimmerich1, wimmericht1, adj.

¹wimmerich(t), adj.,
zu ¹wimmer, m., vom holz und gestein 'knorrig, flasericht, verworren, hart, fest, unartig'; wimmert H. Sachs s. u.; besonders vom erlenholz Campe; Schmeller 2, 913; Hoyer-Kreuter techn. wb. 1, 849; thür. wömmericht Hohberg georg. 3ᴵᴵ, 330ᵃ; vgl. auch wimmerlich weiter unten.
1)
vom holz, dessen fasern unordentlich durcheinander gewachsen sind Mothes baulex. 4, 426; vom verarbeiteten holz, wenn es, gehobelt, flammig oder wolkig aussieht Jacobsson technol. wb. 8, 204ᵃ: auf ein wimmeriges und estigs scheid gehört ein stehlener keil und schwerer peuschel Mathesius werke 3, 85; man muͦsz etwa groszknorrend, wimmerig, ästig block und stock also ganz onzerspalten lassen S. Franck sprichw. 2, 170ᵇ; übertragen vom bäurischen wuchs: wimmert und knögret H. Sachs 5, 277 Keller; (von einer nase) wimret, wartzet, knorret und knocket 14, 61 Götze; indem (der weiszbaum) .. sehr wimmerich und langsam wächset Döbel jägerpract. 3, 15; dieser baum ist .. sehr unartig und wimmerich Göchhausen notabilia 171; der wimmerige wuchs Ratzeburg waldverderbnis 1, 49.
2)
bergmännisch vom gestein, Schönberg berginform. 2, 43; Hübner curieuses u. real. lex. (1714) 1710; Jacobsson techn. wb. 4, 648ᵃ: wenn das gestein feste oder wimmericht wird, sagt man: das gestein wird flasericht Herttwig bergbuch (1734) 135ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1916), Bd. XIV,II (1960), Sp. 223, Z. 16.

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Zitationshilfe
„wimmerig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wimmerig>, abgerufen am 29.07.2021.

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