Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wirkungskraft, f.

wirkungskraft, f.;
kraft, mit der eine wirkung ausgeübt wird; zu wirkung B 1 b: also wären auch jedem eben so viel seelen eingepflantzet, die ihme leben, bewegung und wirckungskräffte mitzutheilen genugsam (sind) J. v. Sandrart iconol. deorum (1680) 2ᵇ; zu wirkung B 1 c:
und hab ich mir wohl selbst, nebst meines leibes leben
der seele wirkungskraft und den verstand gegeben?
Kottwitz moral. ged. (1736) 9;
zu wirkung C 1 a α:
warum ist ihrer (der menschen) leidenschaft
durch seiner (gottes) allmacht würkungskraft
nicht auch die möglichkeit zu sündigen benommen?
Weichmann poesie d. Nieders. (1721) 6, 73;
indem er (der sinnliche mensch) in alles wirkende seine eigne ganze wirkungskraft hinüberträgt Herder 15, 533 S.; zu wirkung C 1 c: zu versuchen, was diese salbe doch für eine würckungskrafft in sich hette J. W. Valvassor ehre d. herzogth. Crain (1689) 1, 363; zu wirkung C 3 c: das wunder ... verlor an wirkungskraft, je weiter sie sich davon entfernte Holtei erz. schr. 4, 140; zu wirkung C 3 d: das römische trauerspiel hat nie die einfachheit, würde und wirkungskraft des griechischen erreicht Eschenburg entw. e. theorie (1783) 191.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1937), Bd. XIV,II (1960), Sp. 602, Z. 43.

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Zitationshilfe
„wirkungskraft“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wirkungskraft>, abgerufen am 25.10.2020.

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