Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wissenschaftslehre, f.

wissenschaftslehre, f.,
der name, den Fichte der philosophie gab in seinen 'grundlagen der gesamten wissenschaftslehre' (1794): die wissenschaftslehre, fallen lassend alles besondere und bestimmte wissen, geht aus von dem wissen schlechtweg in seiner einheit, das ihr als seiend erscheint, und gibt zuvörderst die frage auf, wie dasselbe zu sein vermöge und was es darum in seinem innern und einfachen wesen sei s. w. 1, 2, 696; eine allgemeine wissenschaftslehre hat ... die verbindlichkeit auf sich, für alle möglichen wissenschaften die systematische form zu begründen. die wissenschaftslehre ist selbst eine wissenschaft s. w. 1, 77. über die seitherige verwendung in der fachsprache s. R. Eisler wörterb. der philos. begr. (1910) 1862, zum sonstigen gebrauch vgl.: man sucht so oft in weiten fernen, was einem vor der nase liegt, und in systemen, büchern und wissenschaftslehren, was der bauer im dorf weisz Pestalozzi sämmtl. schr. 3, 141. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1937), Bd. XIV,II (1960), Sp. 800, Z. 53.

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Zitationshilfe
„wissenschaftslehre“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wissenschaftslehre>, abgerufen am 03.12.2020.

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