Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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witten, vb.

witten, vb.,
sich mit holz versehen, zu wit 2, m.: item ain pfleger zu V. hat sich zu witten am Ainetberg ... zu aller ihrer (var. seiner) notdurft ..., esz sei zu prennholz, tachholz, schintholz, zaunholz und stecken (v. j. 1497) österr. weist. 1, 281, 33; auf welchen tag das witten im labholz angeschlagen und ... durch die dorfmeister angesagt wirtet, so soll ein jeder, nachdem er belechnet ist, zu widten haben (v. j. 1561) österr. weist. 2, 82; witen, witten und widnen 'brennholz herrichten' Unger-Khull steir. 632ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1939), Bd. XIV,II (1960), Sp. 816, Z. 21.

witten, vb.

witten, vb.,
ausjäten, sich wieten.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1939), Bd. XIV,II (1960), Sp. 816, Z. 31.

witten, m.

witten, m.,
niederdeutsche bezeichnung einer kleineren münze verschiedenen werts, von nd. wit albus abgeleitet. ihren namen erhielt sie von der weiszen farbe, die ihr der weiszsud gab, vgl. weiszpfennig teil 14, 1, 1224; vom 14.-18. jh. geprägt, zur sache sieh v. Schröter wb. d. münzkde (1930) 748. im einzelnen vgl.: witten moneta megapolitana quadrans assis Lubecensis Apinus gl. n. (1728) 555; der witten 'scheidemünze, welche in den meisten gegenden 11⁄2 pf. in Stettin 2 pfennige und in Stralsund 3 pfennige gilt' Hübner zeitungslex. (1824) 4, 964ᵃ; wit oder witte wovon zehn auf einen stüber ... gerechnet wurden Doornkaat-Koolman ostfries. 3, 565ᵇ; witten eine kleine scheidemünze von silber oder kupfer hier im lande, deren vier auf einen schilling gehen Dähnert pomm.-rüg. plattdeutsch wb. 555ᵃ; witten ein dreiling Mi mecklenb.-vorpomm. ma. 108ᵃ; witten 'ist eine kleine münze in Pommern und Mecklenburg, deren 144 einen reichsthaler und 96 einen gulden ... machen' allg. haushalt.-lex. (1749) 3, 753. in den baltischen provinzen die verhochdeutschte form weiszen belegt, s. Hupel id. d. dt. spr. in Livland u. Ehstl. (1795) 261: item witte gemüntzet, haldende 15 lott (v. j. 1325) script. Brunswig. illustr. 3, 222 Leibniz; so sette wy alle golt in desser wise nagescreven: ... de lichte nobilen 3 mark 8 witten (im gegensatz zum schweren nobile) urkb. d. stadt Lübeck (v. j. 1441) 8, 62; zu dieser zeit ... finde ich in croniken, das man hat anno 1389 gekauft ein schaff für 4 witten (1579) Entzelt altmärk. chron. 198 Bohm; was die geldsorten betrift, so hört man izt ... nicht viel mehr von ... witten allg. dtsche bibl. 11 (1770) 73. historisierend:
hundert mark in gutem silber
hamelenscher witt und wichte
J. Wolff rattenfänger v. Hameln (1875) 12.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1939), Bd. XIV,II (1960), Sp. 816, Z. 32.

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Zitationshilfe
„witten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/witten>, abgerufen am 29.11.2020.

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