wonne f
Fundstelle: Lfg. 9 (1951), Bd. XIV,II (1960), Sp. 1422, Z. 19
westgerm. wort. ahd. wunnia, wunna, wunne (ein schw. m. wunno in Otfrid IV 3, 24: frides wunnon, acc. sgl.); mhd. wünne, wunne; as. wunnia; ags. wynn. jō-ableitung zur schwundstufe der idg. wurzel *uen, die in den germanischen sprachen besonders reiche entfaltung zeigt (s. nhd. wahn, m., wohnen, vb., gewöhnen, vb., gewinnen, vb., gönnen, vb., wunsch, m. und ihre etymologischen verwandten im got., an., ahd., ags., as., ferner ahd. wine 'freund' und winistar 'link' samt ihren entsprechungen in den germ. sprachen). zu dieser wurzel *uen 'gernhaben, lieben' stellen sich lat. venus 'anmut', venerari 'verehren', cymr. gwên 'risus', ir. fine 'verwandtschaft', ai. vanati, vanōti 'liebt, erlangt, siegt', ai. vāñchati 'wünscht', vāñcha 'wunsch', s. Walde-Pokorny 1, 259. das germ. hatte auch eine ja-ableitung von der hochstufe der wurzel *uen: got. winja, f. 'νομή' (Joh. 10, 9); an. vin, f. 'grasplatz, weide'; ahd. winne, f. 'pastum' (ahd. gloss. 1, 286, 56). das ahd. fem. winne kam aber schon im 9. jh. auszer gebrauch, erhielt sich nur in der rechtsformel winna enti weida und in dem komp. winnemanoth 'weidemonat', s. Graff 1, 882 f., 2, 796 und Braune in Paul-Braune beitr. 14, 370, in beiden fällen aber schon ahd. durch die schwundstufenform wunna abgelöst: wunna enti weida und wunnemanoth, s. u.wonne C und wonnemonat, m. als eindeutig schw. fem.: in der wunnen Daniel 8262 Hübner; mit auslautendem -i: wunni 1. dt. bibel 2, 212 Kurrelm.im mhd. gilt teils die umgelautete form wünne, z. b. bei Hartmann v. Aue (s. Lachmann zu Iwein 606), teils die umlautlose form wunne und apokopiert wunn, z. b. bei Gottfried v. Straszburg (Tristan 8279 R.: wunne :sunne); manche autoren verwenden beide wie Wolfram v. Eschenbach, Konrad v. Würzburg. die wandlung von u zu o (wunne ˃ wonne wie sonne, nonne u. ä. aus mhd. sunne, nunne) tritt gelegentlich schon im mhd. auf: wonne parad. anime 15, 36 Str.; vgl. 20, 13; 65, 35; wonne (:bronne) Heinrich v. Neustadt gott. zuk. 4522 S.; wonne (:sonne) ebda 1010, aber wunne (:kunne) ders., Apollon. 16155 S. Luther folgt dem brauche der kursächs. kanzlei und schreibt schon ab 1522 nur wonne; wunn in den buszpsalmen von 1517 (Franke grundz. d. schriftspr. Luthers 1, 188), wunne (1522) 10, 3, 406 W. und (1535) 41, 486 W. bleiben demgegenüber vereinzelt. obd. quellen des 15. u. 16. jh. bevorzugen nach wie vor die alte -u-form als wunne, häufiger wunn, auch in der schreibung wun: H. R. Manuel weinsp. 1215 ndr.; schweiz. schausp. 2, 23 Bächt.; Schede-Melissus ps. 19 ndr. u. ö. im 17. jh. hat sich die -o-form überall durchgesetzt. vereinzelt bleiben schreibungen wie wone Eyering prov. copia (1601) 1, 593, Hulsius-Ravellus (1616) 420ᵃ, won Israel Susanna (1607) 49 und wohn (1639), wohn (Leipzig 1620) bei Opel-Cohn dreiszigj. krieg 349 und u. wohne 50. das im schwäb. des 16. u. 17. jh., bei N. Frischlin, Weckherlin u. a. häufig begegnende won, wohn, m. (bes. in synonymer verbindung mit freud, lust, trost u. ä.) gehört zu wahn und stellt sich auf grund einer verwechslung oder klangspielerei unter den bedeutungseinflusz von wonne, vgl. Fischer in: Weckherlin ged. 2, 530 lit. ver.; schwäb. wb. 6, 400. ebenfalls schwäb. vereinzeltes fräid und wunde bei Fischer 6, 3440. an entstellten, zu wonne C pascuum, pratum gehörenden formen vgl.: zue wohn, wasser, holtz unnd waid (1480) bei Fischer schwäb. 6, 955; an güthern, wohn, waid (1716) ebda; zwayer dorfer wund und waid (1479) ebda; holz, feld, wundt und waidt (1525) ebda; man hat ihm wuhn und weid verbotten Harsdörffer frauenz.-gesprächsp. 6 (1646) Kk 6ᵃ. in der ältesten bezeugungsschicht wesentlich auf Heliand und Otfrid beschränkt, die sich des wortes häufig bedienen. seit dem 11. jh. und namentlich im mhd. begegnet wonne in den verschiedensten literarischen bezirken, während im älteren nhd. das wort allmählich hinter seinen synonymen zurücktritt, in den jahrzehnten um und nach 1700 so fühlbar, dasz Kramer t.-ital. 2 (1702) 1393ᶜ und Steinbach (1734) 2, 1028 es als veraltet und ungebräuchlich bezeichnen, vgl. dazu auch W. Kuhberg veraltet. sprachgut (1933) 64 mit beleg v. j. 1739: wonne ist ein altes ausgemustertes wort. in gewissen anwendungen (s.A 2 c α, β; d; 3 d; B 4) klaffen zwischen dem spätmhd. oder älternhd. und dem 18. jh. bezeugungslücken. noch Adelung wb. 4 (1808) 1612 wehrt sich gegen die 'ohne noth' erfolgte wiederbelebung des wortes, die seit der mitte des 18. jh. besonders im poetischen sprachgebrauch der empfindsamen literatur, und nun häufig mit gesteigertem intensitätsgehalt, hervortritt. erst Campe wb. 5 (1811) 771 erkennt, in ausdrücklicher abwehr Adelungs, dem wort gebrauchswert zu, weil freude 'doch weniger sagt als wonne'. der gebrauch des plurals ist (ebenfalls gegen Adelung a. a. o.) keineswegs selten, er dient in alter wie junger sprache der vereinzelung oder verstärkung. in der lebenden mundart ist wonne weithin ausgestorben, vgl. Schmeller-Fr. bair. 2, 934; Fischer schwäb. 6, 945; nd. wbb. verzeichnen gelegentlich wunne: Woeste westf. 329; Schambach Göttingen 307; Martin ma. v. Rhoden 285; vgl. noch omd. wunne s. v. sakrament bei Müller-Fraureuth obersächs. 2, 386.
A.
'was freude, lust gewährt, genusz bereitet', als bezeichnung eines objektiv gegebenen, oft auf gegenständliches oder geistiges bezogen. in älterer sprache vorherrschend, in jüngerer hinter der psychologischen bedeutung von wonne (s.B) zurücktretend, zugleich freilich von dorther in seinem intensitätsgehalt gesteigert.
1)
allgemein 'freude, ergötzung, annehmlichkeit, vergnügen', im sinne einer vereinzelung oft pluralisch. vgl. ältere glossierungen und lexikalische ansetzungen wie delicie wunne (vor 1475) Diefenbach gl. 548ᶜ s. v. sportale; solatium wunne, lust, wollust ebda 540ᵇ; laetitia wonne Alberus dict. (1540) Qq 3ᵃ; wonne olim wunne delectatio ... voluptas Stieler stammb. (1691) 2497, die freilich eine sichere scheidung von B nicht zulassen:
(Crist) lêt ina (den zum leben wiedererweckten) an thesaro uueroldi forđ uunneono neotan
Heliand 2356 B.; vgl. 1352; 2012; 2739;
uon hinne wil ich iuch leiten   uon disen arbeiten
ze michelen wunnen mit chonen   ioch mit chinden
exodus 127, 27 Diemer;
do sahen si da (die kundschafter im lande Kanaan) vil wunne und vil genühte und also nâmen si der malgran ephel und der fîgen und nâmen och ainen wîntruben mit den wînberen altdt. pred. 2, 58 Grieshaber;
tugent und reine minne,
swer die suochen wil,
der sol komen in unser lant: da ist wünne vil:
lange müeze ich leben dar inne!
Walther v. d. Vogelweide 57, 13;
enteigent habt ir mich aller wunnen, beraubet lieber lebetage, entspenet micheler eren ackermann 9, 5 Hübner;
der himmel hat von sonnen
noch eine grosze schaar ...
es ist von allen wonnen
die erde noch nicht baar
Strachwitz ged. (1850) 25;
so genosz Vrenchen alle wonnen einer braut, die zur hochzeit reiset: die wohlwollende ansprache und aufmunterung einer sehr vernünftigen frau ... und ein leckeres mittagsmahl Gottfr. Keller ges. w. (1889) 4, 140; das waren seine (Knechts) guten und besten tage, seine belohnungen, seine wonnen Hesse glasperlenspiel (1943) 2, 267. älter oft in zwei- oder mehrgliedriger verbindung mit synonymen:
vreude unde wünne, vil grœzlîchen scal
sah man aller tägelîche vor Guntheres sal
Nibelungenlied 306, 1 B.;
wiewol jtzt, sihe, ists eitel freude vnd wonne, ochsen würgen, schaf schlachten, fleisch essen, wein trincken Jes. 22, 13;
herrlich in wonn und frewden leben
Spreng Ilias (1610) 59ᵃ;
und wünschen dir ... eren und geluck, gesuntheit, fröd, wünne und wollust privatbr. d. mittelalters 2, 77 Steinhausen; als dann man nichts vornam, dann aller kürtzweil, thurnieren, tantzen vnd andern reden ... als nun dieser adel vnnd hofgesindt in groszer freud, wonne vnnd lust ware Amadis 299 lit. ver.
2)
in bestimmterer oder spezifischer anwendung.
a)
sehr früh und verbreitet in religiöser sprache, von den freuden der seligkeit, des paradieses, bis in jungen gebrauch nachwirkend, vgl. auch Verwijs-Verdam 9, 2797 s. v. wonne 2, unter D 3 a ende und s. v. wonnegarten.
α)
in umschreibender kennzeichnung, oft mit adjektivischem oder substantivischem attribut:
thar môste he simlun ford
uuesen an uunniun (der arme Lazarus im paradies)
Heliand 3354 B.;
thar (im himmel) ist lib ana tod, lioht ana finstri,
engilichaz kunni joh ewinigo wunni
Otfrid I 18, 10; vgl. II 6, 39; V 23, 165;
(Christus) hât uore gegareuuet sînen holden êinan disk da ze himele, daz ist diu uuunna des êuuegen lîbes Williram 52, 11 Seem.; vgl. 14;
er sitzzet da vil suͦzze   sam in Abrahames schozze,
wand im der himilischen wunne   nimmir chan zerinnen
genesis 72, 13 Diemer; vgl. 45, 12; 109, 9;
des himelrîches wünne
verworhten sie (Adam und Eva) ir künne
Rudolf v. Ems Barlaam u. Josaphat 52, 31 Pf.;
Hugo v. Langenstein Martina 200 Keller;
das köstliche leben, wonne vnd freude
im paradeis
Hayneccius Hans Pfriem 26 ndr.;
an den rechten ort der wonne,
wo die himmlisch hochzeit ist
Grob dichter. versuchgabe (1678) 136;
das christenthum kennt einen doppelten ort der wonne, einen vergangnen und künftigen. dieser ist ein aufenthalt der seligen bei gott, jenen verscherzte der ersten menschen sünde Jac. Grimm mythologie (⁴1876) 685.
β)
auch prägnant für 'paradies, himmel, seligkeit' in den verbindungen himmlische, göttliche, ewige wonne:
wanta er giscuaf thesa erda joh himilisga wunna
Otfrid III 9, 15;
vgl. I 28, 14; V 22, 3; 24, 4; vielleicht auch in der formel uuerold endi uunnea als 'erde und himmel' Heliand 3265; 4637 B.;
sulich is diu himilschi wunne.
dar sule wir denkin, alt unti jungen
Annolied 753 Roediger;
der tod ist ihnen kein tod, sondern eine hinfahrt in die ewige wonne M. Möller erkl. u. betr. d. evangelien (1729) 112ᵇ; mögen ihnen (Wilhelm Petersen, der eine kiste sprotten geschickt hatte) die seligen am jüngsten tage in neuen silberkleidchen entgegenziehen und ihnen voranschwimmen im meere der ewigen wonne (1878) Gottfr. Keller br. u. tageb. 3 (1916) 263 Erm.; das paradeis ist die göttliche wonne J. Böhme s. w. 3, 71 Schiebler.
b)
als bezeichnung und benennung einer person, die freude wirkt, gegenstand der freude ist. vornehmlich in religiösem gebrauch und in der liebessprache:
du blüender helt,
du süeziu gotes wünne,
du liehtebernder morgenrôt
lobges. auf Maria in: zs. f. dt. alt. 4, 520;
er (Jesus) ist der rehte sunne,
er ist diu êwige wunne
Lamprecht v. Regensburg tochter Syon 3970 Weinhold;
Daniel 5608 Hübner;
unsers hertzens wonne
leyt in presepio
Bäumker kathol. kirchenl. 1, 308;
Jesus, meine wonne, ...
Jesus, meine sonne
Neumark fortgepfl. lustwald (1657) 110;
P. Gerhardt in: Fischer-Tümpel 3, 298;
waz wære mannes wünne, des freute sich sîn lîp
ez entæten schœne meide unt hêrlîchiu wîp
Nibelungenlied 273, 1 L.;
auffrüstikliche wunne, sunne,
prunne, meines herzen feuchte
(anrede an die geliebte)
Oswald v. Wolkenstein 28, 43 Schatz;
so auch 40, 15 und 72, 21;
meins hertzen wun, eyniger trost
Forster fr. teutsche liedl. 46 ndr.;
auf, Genovefa, meine wonne!
maler Müller w. (1811) 1, 199;
(das) weib, das dein entzücken und deine wonne war Stifter s. w. 3 (1911) 175. auch sonst:
jâ soltu, liebe tohter mîn,
unser beider fröude sîn, ...
unser liehtiu ougenweide,
unsers lîbes wünne (sagt die mutter zur tochter)
armer Heinrich 655 Gierach;
ein witfrau hatt ein einigen son,
der was jr trost, jr freud vnd wonn
Herman sonntagsevang. 146 Wolkan;
der Persen sonn und wonn, Chach Abas herrsch und lebe!
Gryphius trauersp. 190 Palm;
gieb ihm (dem könig) langes leben, ...
giebs dem theuren, dem guten,
ihm, der die wonne der menschlichkeit (= menschheit) ist!
Klopstock oden 1, 114, 16 M.-P.
c)
in verschiedenartiger inhaltlicher bestimmung, wobei in jüngerer sprache freilich die grenze zu B flieszend wird (s. u.B 6), sofern sich in wonne hier die vorstellungen des auslösenden reizes und der ausgelösten gefühlswirkung mehr oder minder verbinden.
α)
durch genetivisches, seltener adjektivisches attribut:
mit thiu (den ölzweigen) meintun thie man, thaz er in tode sigu nam,
joh er frides wunnon sid gab iamer mannon
(beim einzug Jesu in Jerusalem)
Otfrid IV 3, 24;
erleuchte die augen unsers hertzens ... mit der wollust und wonne deines göttlichen worts Luther 10, 2, 479 W.; einige wochen lang genosz sie die wonne des gesellschaftlichen vergnügens ungestört, reihentänze, sang und saitenspiel Musäus volksmärchen 1, 12 Hempel;
ihre hand mein vater —
o süszer tag — die wonne dieses kuszes
war ihrem kinde lange nicht gegönnt
Schiller 5, 1, 68 G.;
o es ist doch wohl wünschenswerth, so aus einem kelche mit der geliebten die wonne der welt zu trinken Hölderlin s. w. 2, 174 v. Hell.; wer nie berauscht war, nie im wirbel der leidenschaft taumelte, wer nie die wonne dieser erde kostete, der kann auch nicht die wonne der himmlischen seligkeit empfinden Alexis ruhe (1852) 2, 130; denn die wonne des feierabends steckt ihm (dem schöpferischen geistesarbeiter) in der arbeit Riehl d. dt. arbeit (1861) 289; die wonnen des müszigganges M. v. Ebner-Eschenbach ges. schr. (1893) 1, 179. spätahd., mhd. von den irdischen freuden, meist in ausgesprochenem oder unausgesprochenem gegensatz zu den himmlischen (s. ob. 2 a α): die sih mit gotis helfa inziehint dere uuerltlichen vuunne (11. jh.) Steinmeyer kl. ahd. sprachdenkm. 171, 24;
dô der herre Heinrich
alsus geniete sich
êren unde guotes ...
und werltlîcher wünne
armer Heinrich 79 Gierach; vgl. 387;
ein nebel was ir diu sunne:
si vlôch der werlde wunne (Herzeloyde)
Parzival 117, 4;
Rudolf v. Ems Barlaam 36, 27 Pf.; 85, 29; dô si liebiu maget von des heiligen geistes lêre der himelischen wünne gesmahte, dô wart ir alliu irdenischiu wunne bitter David v. Augsburg in: zs. f. dt. alt. 9, 33;
swer dirre wünne volget, der hât jene dort verlorn
Walther v. d. Vogelweide 124, 33 Kr.
β)
sonst in der beziehung auf ein substantiv oder eine satzmäszige aussage:
ther tod was in wunna thuruh gotes minna
Otfrid IV 5, 47; V 12, 100; 23, 291;
daz (wagenspielen zuzusehen) ist uppig uuanda iz die netuot salige dien iz uuunna ist zegesehenne Notker 2, 145, 29 P.; jo es were im ein wunne ..., wanne got truͦge die búrde und der mensche wer ... lidig Tauler pred. 28, 14 V.; morgens, mittags und vesperzeit (war das buch) seine wonn und augenweide Bode Tristram Schandi (1774) 3, 208; er weisz so geschickt ... zu antworten, dasz es eine wonne ist, ihn anzuhören G. Freytag ges. w. 9 (1887) 268; das toupet ... war der stolz und die wonne des besitzers Storm s. w. (1898) 3, 184.
γ)
elliptisch in der form des ausrufs, meist parenthetisch auf eine konkrete aussage bezogen:
thar saz, mihil wunna,   thiu ewiniga sunna,
ni fon imo ouh ferron   einlif dagasterron
(Jesus u. d. jünger beim passahmahl)
Otfrid IV 9, 23;
vgl. I 3, 4; IV 35, 43; V 4, 31;
die mörder sind erwürgt ...
o unverhoffte wonn! o seelerquickend grusz!
Gryphius trauersp. 128 lit. ver.;
sie kommt, wonne! die erndte komt
Klopstock oden 2, 67 M.-P.;
ha wonne! hinter jenem thale
wallst, wolkenleer,
du (mond), goldbeglänzt vom letzten strale
J. M. Miller gedichte (1783) 8.
d)
mehr oder minder prägnant in erotischem sinn, von den eigentlichen freuden der liebe oder bestimmten erotischen genüssen:
Jacob und Lia   heten ir minne sa
die naht lange   mit chonelichir (ehelicher) wunne
genesis 56, 20 Diemer;
ach neyn, myn aller schönstes wyb! ...
dyn laͤben bgeren wir gantz nit:
der liebe wuͤn ist unser bit
schweiz. schausp. d. 16. jh. 2, 23 Bächt.;
da sie nun einander jhre lieb geöffnet vnd verkündet hatten ... pflegten sie solcher groszen freuden vnd wunne, davon viel zu sagen wer buch d. liebe (1587) 86ᵃ; vgl. 116ᶜ;
und rühmte sich des minneglücks
...
und jedes kusses, jedes blicks
und jeder andern wonne
Hölty gedichte 33 Halm;
groszer gott, es war selbstverständlich keine berauschende wonne für eine frau, mit Helmut Institoris zu schlafen Th. Mann Faustus (1948) 523.
3)
in anderen beziehungen wird wonne eine art eigenschaftsbegriff, als welcher er gegenständen, konkreten vorgängen und erscheinungen oder auch personen anhaften kann. in einigen anwendungen ausgestorben, in anderen bis heute lebendig.
a)
mit abhängigem genitiv, um einen hohen wertgrad zu bezeichnen. nur in älterer sprache, da aber nicht selten. umschreibend für das epitheton 'schön, kostbar, wertvoll, edel' in superlativischem sinne:
ther selbo liut guoto   sank gimeinmuoto
thesses liedes wunna   al einera stimna
(beim einzug Jesu in Jerusalem)
Otfrid IV 4, 54;
da (im paradies) wuͦhs inne alles obezes wunne genesis 8, 35 Diemer. als persönliches epitheton:
aller wîbe wünne   diu gêt noch megetîn
Kürenberg in: minnes. frühling 10, 9;
vgl. Wolfdietr. 1465;
der heidenschefte wünne
ouch von jâmers kraft verdarb
Wolfram v. Eschenbach Willehalm 8, 22.
tautologisch verstärkend:
sist (die geliebte) leides ende und liebes trôst
und aller fröide ein wünne
Dietmar v. Eist in: minnes. frühling 36, 31;
Ulrich v. Lichtenstein frauend. 513, 24 L.; vereinzelt später noch: die essentien darinnen sind kraft der wunder und weisheit gottes, und heiszen paradeis, eine wonne der freuden J. Böhme s. w. 3, 195 Schiebler.
b)
zur umschreibung persönlicher eigenschaften, die als erfreuende, beseligende wirkung, als schöner reiz spürbar werden; besonders in der liebessprache und in religiöser anwendung, aber kaum über das frühnhd. hinaus:
ir (der geliebten) wunne gat
so suoze mir ze herzen
Hadlaub in: minnesinger 2, 291ᵃ v. d. Hagen;
vgl. 280ᵃ; 291ᵇ u. ö.;
si (die geliebte) lat sich drinne (im herzen) ouch nidere
mit wunnen, die sie hat
ebda 2, 278ᵇ;
daz der mensche ... die wunne, diu du selbe bist, imer mit dir ewiclichen niezen sol Schwabensp. landr. vorwort nach Fischer schwäb. 6, 954;
des helpe uns god vader und sone
und des hylgen geystes wunne
(13. jh.) v. d. jungesten tage 117, 326 Willoughby.
der bedeutung 'ehre, ruhm' zuneigend, vgl. auch Verwijs-Verdam 9, 2797 s. v. wunne 2 und unten wonnigliche, f., wonniglichen, vb., wonnesam 1 c γ:
mîn gewalt ist sîhter,
reht manlîchiu wünne
ist worden an mir dünne.
durch waz soltstu mich sterben?
ich muoz doch laster erben ...
du hâst den prîs und den frumn
Wolfram v. Eschenbach Parzival 213, 15;
wann dem künig der werlt ... dem allein got dem sey ere und wunniglich (varr. bei Zainer u. a.: wunni; vulg.: honor et gloria) 1. dt. bibel 2, 212 Kurrelmeyer; vgl. 222.
c)
mit wonne 'prächtig, glänzend, strahlend', ebenfalls nur bis ins älternhd.:
diu mænîn joch der sunne,
dî liuhtent uns mit wunnen
die wahrheit v. 168 Waag;
er sol uff von der erden
erstǎn und leben werden
und ze himel varn mit wunne vil
Mone schausp. d. mittelalt. 1, 146, 98;
ir angesicht gab mit wunn
liecht flammen wie die sunn
Hans Sachs 3, 313 lit. ver.;
sein kürisz glantzen thet mit wunn
nicht anderst als die klare sunn
Spreng Ilias (1610) 82ᵃ.
d)
seit alters und bis heute im naturhaften bereich; dem formelschatz poetischer sprache zugehörig, um bestimmte jahres- und tageszeiten, die landschaft, das klima u. ä. im sinn des erfreuenden und angenehmen, des schönen, strahlenden und lockenden zu charakterisieren:
si jehent, der sumer der sî hie,
diu wunne diu sî komen
Reinmar in: minnes. frühling 167, 32;
Hadlaub in: minnesinger 2, 291ᵃ v. d. Hagen;
und auch des liechten mayen wunn
liederb. d. Hätzlerin 75 Haltaus;
mein hertz ynn groszen frewden qual,
wann ich des mayen wunn durch-schawet
Hans Sachs 22, 158 lit. ver.;
durch alle sinne drang die wonne des frühlings in die seelen G. Freytag ges. w. 11 (1887) 62;
was singet neusz die nachtigal?
verkündet uns des tages wunn
Hans Sachs 6, 370 lit. ver.;
wir wandelten hand in hand beym sanften mondschein durch elysische gegenden, oder setzten uns unter die blumen, stillschweigend, indem unsre seelen ... lauter licht und wonne um sich her sahen Wieland Agathon (1766) 1, 18; wie so köstlich wehet die luft von meinen heymath-gebürgen! wie strömt balsamische wonne aus euch dem armen flüchtling entgegen! Schiller 2, 128 G.;
über das gestein der inseln
geht ein hauch von lust und wonne
C. F. Meyer an J. Rodenberg br. 35 Langm.;
(es) schlägt aus wenigen begriffen die ganze wonne des südlichen klimas vor die phantasie nieder Schopenhauer w. 1, 322 Gr. in umfassenderer beziehung:
und welten kreisten rings in wonnen
J. H. Voss s. gedichte (1802) 5, 36.
jünger gern im übergang zu B: die berauschten füblen nur zu gut diese überirdische wonne des flüssigen Novalis s. w. 3, 36 Meiszner; o natur, heilige hehre natur! wie durchströmt all' deine wonne, all' dein entzücken meine bewegte brust E. T. A. Hoffmann s. w. 10, 15 Gr.; der ... hauch der waldeinsamkeit umweht mich mit schaudernder wonne Scheffel ges. w. (1907) 3, 208. bildlich:
und still erging ich mich und lächelnd in dem garten
meiner wonnen (in lebenserinnerungen)
E. Stadler d. aufbruch (1914) 80.
im spiel mit A 1 a:
schön wie engel, voll Walhallas wonne,
schön vor allen jünglingen war er,
himmlisch mild sein blick, wie mayen-sonne
Schiller 2, 109 G.;
B.
'gefühl der freude, lustgefühl'. in dieser bedeutung von anfang an neben A, dabei schon früh, namentlich aber in jüngerer sprache oft in gesteigerter bedeutung als 'innige freude, entzücken, hoher genusz', vor allem im bereich geistig-seelischer genüsse, aber auch von körperlichem lustgefühl. die grenze dieses psychologischen gebrauchs gegen die objektiv-gegenständliche bedeutung A ist nicht in jedem einzelfall scharf zu ziehen, im ganzen aber tritt wonne als bezeichnung eines subjektiven zustandes in nhd. zeit immer stärker hervor, mit fühlbarem antrieb seit dem empfindsamen zeitalter in der mitte des 18. jh.
1)
allgemein und ohne inhaltliche bestimmung.
a)
in glossierungen wie jubilus wunn (15. jh.) Diefenbach n. gl. 223ᵃ s. v. jubilare; exultatio wunn (15. jh.) ders. gl. 221ᵃ:
that uuîf uuard thuo an uuunnon,   that siu muosta sulican willion cûđian (verkünden)
(Maria M. nach Christi auferstehung)
Heliand 5939 B.; vgl. 2187; 2189;
in swen chom der bluͤmen smach   uor suͦzze er deheines ezzens phlach,
er was sat uon wunne   mere danne ich gesagen chunne
genesis 9, 6 Diemer;
wan mîn ahte ist niht mêre
wan wiech dir müge gefüegen
des dich süle genüegen
fröudebærer wünne
Hartmann v. Aue klage 729 Bech;
lebendigen trost ... und hertzliche wonne schaffet ... in uns die ... betrachtung dieses edlen ... artickels unsers christlichen glaubens vom ewigen leben Ph. Nicolai freudensp. (1626) 7; aber die wonne, die nicht leidet, ist schlaf, und ohne tod ist kein leben Hölderlin s. w. 2, 278 v. Hell.; mit thränen der wonne Spielhagen s. w. (1877) 1, 100.
b)
in der beziehung auf herz, seele u. ä. als gefühl, empfindung gekennzeichnet:
hugi uuarđ iro te frôƀra (trost),
thes uuîbes an uunneon (die mutter zu Nain)
Heliand 2207 B.;
swen wîp lobent, der wirt erkant,
er hât den prîs ze sîner hant,
unt sînes herzen wunne
Wolfram v. Eschenbach Parzival 32, 23 L.;
vgl. Titurel 17, 2; die seind inwendig im hertzen vol wunne und freude, wiewol es auszwendig kain schein hat Luther 10, 3, 406 W.;
schön klar einstmal die sonne
leuchtet mit ihrem schein,
als ich nach herzens wonne
spazieren ging allein
(1612) A. v. Arnim s. w. 17, 105 Grimm;
o engelskind! dein himmlisch bild
hat meine seel mit wonn erfüllt
Göthe I 16, 87 W.
c)
in der bindung an verben, die den empfang, besitz oder genusz der wonne umschreiben: du bist der hohesto, der dih minnot, der hohet rehto sin sela unde findet uuunna Notker 2, 354, 17 P. (ps. 85, 4). besonders wonne haben:
wünne âne mâze   mit vreuden überkraft,
heten al die liute,   swaz man ir dâ vant
Nibelungenlied 270, 2 B.;
davon wird Jacob wonne han
und Israel sych frewen
Luther in: Wackernagel dt. kirchenl. 3, 7;
fühlt sie (die seele) schmerzen? — hat sie wonnen, die wunderbar bewegliche? Bettine Günderode (1840) 1, 300. ferner:
wenn ich liebe Lili dich nicht liebte,
welche wonne gäb mir dieser blick
(in die schöne landschaft)
Göthe III 1, 3 W.;
welche wonne gewährte der blick auf diesz herrliche bild mir
ders. I 2, 131 W.;
je reiner ... dieses gefühl ist, ... desto höhere wonne läszt es genieszen W. v. Humboldt ges. schr. 1, 60 akad.; wenn sie (die herrscher) das übermas von wonne fühlen werden, in ihren unterthanen glücklich zu seyn Göthe I 39, 116 W.; frau Gertrud Glor empfand eine art von wonne, wie wenn sie ein eigenes verschollenes jugendglück neu erlebte, und nahm die mama Meyenthal an den arm, als auf dem wege zum kurhause die kinder neben einander vorangingen und abwechselnd plauderten oder schwiegen Gottfr. Keller ges. w. (1889) 5, 264.
2)
häufiger als unter A in fester verbindung mit synonymen.
a)
zweigliedrig vor allem freude und wonne, in dieser folge durch die Lutherbibel gefestigt, wo sie etwa 20 mal begegnet, vom mhd. bis ins 16. jh. äuszerst häufig, dann seltener:
da sie an gotes herzen lit (Maria)
da ruowet sie mit vröude und mit wünne
(13. jh.) v. d. jungesten tage 80 Willoughby;
ich bin ir pillich undertan,
von der ich fräd und wunn han
liederb. d. Hätzlerin LXXIII, 41 Haltaus;
es ist mir leid umb dich mein bruder Jonathan, ich habe grosze freude und wonne an dir gehabt 2. Samuel 1, 26;
etlich die hatten freud und wonn,
dasz man vertrieben d'Calvinisten
Opel-Cohn dreiszigj. krieg 105;
eytel frewd unnd wonn ohn allen schmertzen (1656) Venusgärtlein 163 ndr.; ein tag der freude und wonne Liscow slg. sat. u. ernsth. schr. (1739) 330; Sal. Gessner schr. (1777) 1, 14; er (der 18. januar) ist würdig, für viele millionen ein tag der freude und wonne zu sein und ein ewiger festtag des vaterlandes zu bleiben Fr. L. Jahn w. 1, 21 Euler. daneben nicht selten in umgekehrter folge: so gros waz ir wunne unde ire froͤide, daz sú irs ruͦffes nút hortent Tauler pred. 45, 23 V. in der Lutherbibel vereinzelt: das man wonne vnd freude drinnen findet, danck vnd lobesang Jes. 51, 3; die gantze gemeine werden yhnn als eynen ... vorfechter der ... kirchen, ... mit wonne unnd freuden entpfangen Hutten opera 2, 218 Böcking; (über die wahl Ferdinands zum röm. könig) erhub sich in dieser gegent wonne und freude Rätel Joach. Curäi chron. (1607) 444. sonst vor allem lust und wonne, wonne und lust: und do inne vindent sú solichen lust und wunne daz sú der aller nehesten worheit verblibent Tauler pred. 30, 5 V.; da (vom evangelium) werden wyr lust und wonne von haben Luther 12, 280 W.;
noch hastu blumen bracht nach herzens lust und wonne
Fleming dt. ged. 67 L.;
wonn und lust
und der sinnen ihr entzücken
weisz der mund nicht auszudrücken
Henrici ernst-, scherzh. u. sat. ged. (1727) 1, 43.
b)
in drei- und mehrgliedriger reihung: daz ist si (die engel) habin lust und freude und wonne in der geburt (gottes in der menschlichen seele) paradisus anime intell. 15, 36 Strauch;
disz leben hat mehr trawrigkeit,
dann freud, wone und fröligkeit
Eyering proverb. copia (1601) 1, 593;
bei den worten: voll entzücken, freud' und wonne O. Jahn Mozart (1856) 3, 125; sso wirt des ewigen gutes fride und freude und wunne und lust und was des ist, alles des menschen theologia deutsch 27 Mandel;
o seligkeit! o lust! o lieb! o freud und wonne!
Rist neuer teutsch. Parnasz (1652) 129;
trost, labsal, freud und wonne wird uns blühen
Tieck schr. (1828) 1, 385.
3)
in der gegenüberstellung mit kontrastierenden begriffen.
a)
in eigentlichem gegensatz:
her Iwein saz verborgen
in vreuden unde in sorgen.
im schuof daz venster guot gemach,
des er genôz daz er sî sach:
dâ wider vorhter den tôt.
sus heter wünne unde nôt
Hartmann v. Aue Iwein 1696;
ihr hertz vergiszt die rauhe schmertzen und wundert sich ob neuer wonne
Gryphius trauersp. 249 lit. ver.;
laszt dies herz alleine haben
seine wonne, seine pein
Mörike ges. schr. 1, 109 Göschen.
oft mit weh alliterierend:
do was im doch inn (in der ehe) wunn und we
Seb. Brant narrenschiff 37 Z. var. aus N.;
ynn leyd und lust, ynn wehe und wonne, ynn unfride und fride Luther 19, 137 W.;
mancherlei, mein vater, ist des lebens wonn
und weh
Göthe I 39, 211 W.;
und sprachst: fahr wohl, was mir an weh und wonnen
das glück auf erden reichlich zugemessen
Rud. Al. Schröder ged. (1935) 24.
b)
als bestandteil eines oxymorisch gemischten gefühls, in jüngerem gebrauch, vgl. dazu komposita unter D 1 c: sie genosz ... die wonne der wehmuth Jung-Stilling s. schr. (1835) 1, 52; ein eignes gefühl von wonne und weh Gaudy s. w. (1844) 12, 125; den menschen auszer sich reiszend in eine wonne und lust, welche tieftrauriger natur, einen bodenlos betrübt machen kann (1842) L. Schücking an L. v. Gall, s. br. 10 Muschler. vgl. auch: mit schaudernder wonne erkannt ich, dasz das, was mich erhob, alle andern zu boden warf Hebbel w. 1, 25 W.
4)
in bestimmten verbindungen mit gesteigertem intensitätsgehalt, vgl. 'wonne bedeutet freude, vergnügen, herrlichkeit' gaudium maximum Frisch t.-lat. (1741) 475ᵇ schon mhd. im zusammenhang mystischer erlebnisse: alle di wonne di alle geiste ie gewannen ..., daz ist ein nicht wider der unmezigir lust, di si da fon hant paradisus anime intell. 65, 36 Str.; und wurt gotz also vol das er in wunnen und in volle sin selbes vergisset Tauler pred. 53, 14 V.; vgl. 7, 14; sonst jünger, seit der mitte des 18. jh.: in empfindnissen der wonne ... zerflieszen Th. Abbt verm. w. (1768) 1, 116; Miller Siegwart (1777) 2, 528; im taumel seiner wonne A. G. Meiszner skizzen (1778) 1, 133; maler Müller w. (1811) 1, 36;
durchbebt in ihrer gegenwart
euch nie gefühlte wonne
Schiller 6, 9 G.;
ha! vor wonne stockt mein leben,
stockt der athem in der brust! (beim anblick der geliebten)
Göthe I 17, 31 W.;
die wonne tödtet mich, — ich musz sie mäszgen
Grabbe s. w. 1, 346 Bl.;
wir trieben thorheiten über thorheiten; ... und wollten vor wonne auszer uns gerathen Holtei vierzig jahre (1843) 1, 89;
doch in namenlosen wonnen
feiern ewig welten dich (den genius der jugend)
Hölderlin s. w. 1, 144 v. Hell.
5)
in besonderer kennzeichnung der wonne als eines inneren zustandes, einer gefühlsverfassung.
a)
durch präpositionen. zur wonne, wobei der gefühlszustand als ausgelöste wirkung erscheint:
er gabi thir in alawar
zi liebe joh zi wunnon   springentan brunnon
Otfrid II 14, 26;
er ist dein quell und deine sonne,
scheint täglich hell zu deiner wonne
P. Gerhardt in: Fischer-Tümpel 3, 423ᵃ;
(Christus) herrscht ewig zur wonne aller
begnadigten sünder
Lenz ged. 11 Weinhold;
sonst weit überlegen, konnte er, zu meiner wonne, in einer (leibeskunst) doch bei mir in die schule gehen: er lief nicht schlittschuh, ich durfte es ihn lehren Th. Mann Lotte in Weimar (1946) 306. in wonne:
gantz Persen jauchtzt in wonn; hier raset grimmes leid
Gryphius trauersp. 192 Palm;
in der wonne ihres herzens Caroline br. 1, 20 Waitz;
gefühle ...,
von deren glanz das herz in wonne schauert
Bauernfeld ges. schr. (1871) 5, 85.
von wonne:
sein hertz und gantzer leib von lieb und wonne glimmet
Dietrich v. d. Werder ras. Roland (1636) 80;
ihr (der eltern) herz musz ja immer von hoher
überschwenglicher wonne bei deiner schöne sich heben
J. H. Voss Odyssee 106 Bernays.
vor wonne, s. auch einige der belege ob. 4: für wonne vergasz ich das ... athemholen Gleim briefw. 1, 15 Körte; dreht euch wohlig, faucht vor wonne Fr. W. Weber Dreizehnlinden (1907) 162. namentlich mit wonne (etwas tun):
ir soede und ir (der feinde) brunnen
die sie mit grossen wunnen
trunken
Rudolf von Ems weltchron. 35978;
Tauler pred. 108, 21 V.; so waschen wir unsern schnabel im wein ... und singen mit wonne Fischart Gargantua 142 ndr.;
... mit was vor wonne
sich aller augen nach dir drehn
Stoppe Parnasz (1735) 15;
ein kind, das mit wonne das schmackhafte fleisch des pfirsichs verzehrt Göthe I 45, 255 W.; wenn du willst, übernehme ich gern deine hausarbeiten ... aber mit wonne! das ist riesig nett von dir Werfel geschw. v. Neapel (1931) 125. in steigernder formel: mit wahrer wonne lese ich in ihrem briefe Gentz schr. 2, 149 Schlesier. mit betonung des zuständlichen auch in der verbindung voll(er) wonne (sein, etwas tun): voller wonne seyn abundare laetitia Stieler (1691) 2497;
voll wonne nahm sein kind der vater auf
Bürger s. w. 147 Bohtz;
frevelvoll und voll von wonne ...
neigt sich die bethörte nonne
seinem schönen liebesrausche
Platen w. 1, 35 Redlich.
b)
in festen bildhaften wendungen:
und schwebt in lauter freud vnd wunn
Fischart w. 1, 355 Hauffen;
wie ihr, euch rings umfassend,
in heilger wonne schwebtet
Göthe I 4, 190 W.;
vgl. schon mhd.:
in sô hôe swebender wunne
sô gestuont mîn herze an fröiden nie
Heinrich v. Morungen in: minnes. frühling 125, 19;
er schwimmt in einer see mehr denn gewünschter wonne,
weil wir in eisen stehn und leiden staub und sonne
Gryphius trauersp. 30, v. 263 lit. ver.;
wie er schwimmt in tausendfachen wonnen Schubart leb. u. gesinn. (1791) 1, 109; da strömte ... wonne auf wonne in mein herz maler Müller w. (1811) 1, 18;
ha! welche wonne flieszt in diesem blick
(d. zeichen des makrokosmos)
auf einmal mir durch alle sinnen!
Göthe I 14, 29 W. (Faust I v. 430).
seltener:
und (er) trinket sich wonne und trinket sich lus
Blumauer gedichte (1782) 2.
6)
in inhaltlicher kennzeichnung; von den ähnlichen fällen unter A 2 c dadurch geschieden, dasz der sachlichen bestimmung gegenüber wonne hier eindeutig das durch sie ausgelöste gefühl bezeichnet, nur in jüngerer sprache.
a)
durch genetivattribut: ich fühlte die wonne des daseyns bis zum ausgelassensten entzücken Schubart s. ged. (1825) 2, viii; die wonne dieser einzigen augenblicke in ihrem ganzen umfange zu genieszen Göthe I 21, 12 W.; so lebte dieses paar in der wonne hoher gefühle Klinger w. (1809) 4, 16; die wonne der versöhnung ist süsz Meisl theatr. quodlib. (1820) 1, 142; (er) darf in trunkenem selbstgenusz alle wonnen beinahe unerträglicher eingieszung kosten Th. Mann Faustus (1948) 361.
b)
durch eine satzaussage: mein herz ... fühlte tief die selige wonne, so viele menschen ... zu erfreuen U. Bräker s. schr. (1789) 1, 166; welch eine wonne das für meine seele ist, sie in dem kreise der lieben ... kinder zu sehen! Göthe I 19, 25 W.; vgl. 23, 71; es war eine wonne für den heimatlosen musikanten, sich unter dach auf dem stroh ausstrecken zu können W. Raabe s. w. I 6, 191; vgl. 1, 32; ich habe ihnen so unendlich viel zu erzählen — es wäre eine wahre wonne A. v. Droste-Hülshoff br. 185 Schücking.
C.
ahd. wunna tritt volksetymologisch für das schon im 9. jh. absterbende winna 'weideplatz' ein, vor allem in der rechtsformel wunna enti weida und im kompositum wunnimanoth, die beide schon mhd. umgedeutet werden, s. o. teil 14, 1, sp. 550 und die dort angeführte stelle aus Gottfrieds Tristan 16755 R. im rechtsgebrauch oder unmittelbar von da aus erhält sich die bedeutung 'weideplatz' noch bis zur wende des 17. und 18. jh., modern begegnet sie nur bei gelehrten autoren und in historisch referierenden quellen. wieweit wunne gegenüber weide ursprünglich eine eigene oder engere bedeutung für sich in anspruch nehmen darf (vgl. Schmeller-Fr. bair. 2, 933 ff., Ch. Schmidt hist. wb. d. elsäss. ma. 432 f., Fischer schwäb. 6, 954 f.), ist schwer auszumachen. die formelhafte verbindung von wunne mit weide in den quellen deutet auf einen durch die alliteration gestützten tautologischen gebrauch, zumal wunne in der bedeutung 'weideplatz' nie für sich allein auftritt. über die teil 14, 1, 550 s. v. weide gegebenen belege hinaus vgl. noch die zahlreichen nachweise bei Haltaus gl. 2126 ff., Schmeller-Fr., Ch. Schmidt, Fischer a. a. o., ferner: daz der herrin hof von Tennibach zu Hardern, allez daz reht sol han, an wûnne vnd an wêide (Freiburg i. B. 1258) corp. d. altdt. orig.-urk. 1, 70, 11 Fr. Wilhelm; mit allerhandt gejagden, wiltpannen ... akkern, gearen und ungearen wisen, wonnen, waiden (1479) lehns- u. besitzurk. Schlesiens 1, 288;
da kam sehr ein ungschlachtes jar,
ungstümb, vol ungewitters war,
dass wun und weyd gar ser verdurb
Hans Sachs 17, 218 lit. ver.;
von menge wegen der ecker, auch wunn und weide Xylander Plutarchus (1580) 193ᵃ; jede andere früchten und nutzungen, so von bemelten stücken, feldern, gründen, wonnen, waiden, wisen, baw- und brennhöltzern Speidel notabilia (1634) 39;
so precket ane with und wonne,
up klage und antwort, wiel schient de sunne
(feldgericht zu Corvey)
bei Jacob Döpler theatr. poenarum (1693) 67;
die güter auf dem land werden mit wun und waid verkaufft Besold thes. pract. (1697) 1, 392ᵇ; die mädchen (almerinnen) kamen ... aus dem hinterland drinnen am Wendelstein, und hatten eben nachgesehen, ob wunn und weid schon saftig und genieszbar Steub wander. i. bayr. gebirge (1862) 136; Schwappach hdb. d. forst- u. jagdgesch. (1886) 1, 94; 169. die volksetymologische umdeutung der formel ist mhd. nicht selten, vgl. über Tristan 16755 R. hinaus noch: mer alle lust und gnugide und wonne und weide di man hi gehabin mac parad. anime intell. 50, 17 Str.; in der ein ieglich cristen mensche so grosze weide und wunne solte nemen daz er rehte von wunnen solte usser ime selber springen Tauler pred. 7, 13 V. in der gleichen richtung liegt das an mhd. ougen weide angelehnte mhd. ougen wunne:
da nemen ir ougen wunne (beim anblick Isoldens)
Gottfried v. Straszburg Tristan 8279 R.;
diu weineten genote
ir ougen wunne, Isote
ebda 11502;
süez ougen wunne, herzen spil,
vil wunne an allen dingen
Ulrich v. Lichtenstein 425, 9 Lachm.;
ebenso Neidhart 65, 12; 67, 1 W.; Ottokar österr. reimchron. 37 783; vgl. ferner:
in daz paradise
satzte got der weise
Adam und Even die paide
in die wünne waide
Gundacker v. Judenburg Christi hort 74 Jaschke
Harsdörffer schwankt in der ausdeutung des nicht mehr verstandenen rechtsausdruckes zwischen der anlehnung an wonne laetitia und der herleitung von wohnen: die bauren bey uns sagen noch, man hat ihm wuhn und weid verbotten. ist so viel gesagt, er ist geächtet, hat die wonne nicht zu weiden oder mit seinem vieh die weide zu bewohnen frauenz.- gesprächsp. 6 (1646) Kk 6ᵃ.
D.
zusammensetzungen mit wonne als erstem bestandteil treten schon im ahd. und mhd. nicht selten auf, während das älternhd. sie fallen läszt und auch kaum zu eigenen bildungen kommt. erst die poetische sprache in der zweiten hälfte des 18. jh., besonders bei den dichtern des Göttinger hains, treibt eine erstaunliche fülle von bildungen hervor, deren mehrzahl freilich über gelegentlichen oder vereinzelten gebrauch nicht hinausgelangt und in das allgemeine sprachbewusztsein nicht eingeht. Adelung wehrt sich noch gegen diese entwicklung, vgl. wb. 4 (1808) 1612, während Campe wb. 5 (1811) 771 ff. eine grosze zahl von wonne-zusammensetzungen aufnimmt. der trieb zu solchen bildungen bleibt das ganze 19. jh. hindurch und bis in die gegenwart spürbar. der dichterische gefühls- und ausdruckswert läszt dabei die eigentlichen bedeutungsgrenzen zugunsten komplexer vorstellungen in vielen einzelfällen verschwimmen. die form der komposition zeigt ganz überwiegend -e- in der fuge, nur vor vokalischem anlaut des zweiten wortbestandteils wird es manchmal apokopiert, so wonnausruf (s. u. 1 a), wonnempfang (s. u. 3 d), wonnentzücken (s. u. 3 c) u. a. komposition mit -en- in der fuge (s. Henzen wortbild. [1947] 59 f.) ist nicht selten, hat aber meist die -e- bildung neben sich, doch s. unter eigenem lemma wonnenberg, -hans. der kompositionsdrang geht in folgenden richtungen (komposita mit gröszerem gewicht s. unter eigenem lemma):
1)
vornehmlich in der kennzeichnung solcher äuszerungen, handlungen oder inneren zustände, die durch wonne im sinne von 'lustgefühl' hervorgerufen und bewirkt werden; durchweg zu wonne B und häufiger in adjektivischen und partizipialen als in substantivischen bildungen, wobei wonne die präpositionalformen von, vor, in wonne (s.wonne B 5 a) vertritt.
a)
wonneausruf: wonnausruf Klopstock Messias (1780) 339, -glänzend Bürger in: ztschr. f. dt. wortforsch. 14, 277, -grunzend Eb. König Thedel v. Wallmoden 9, -jubelnd Seume ged. (1804) 241, -kitzel Liller krz., sommerlese (1917) 66, -klopfend (von der brust) Tieck schr. (1828) 4, 358, -lächeln Hölty ged. 81 H., -lächelnd Schubart s. ged. (1825) 3, 3, -leuchtend Fouqué altsächs. bildersaal 4 (1820) 296, -müde Lenau s. w. 28 B., -rot (vom gesicht) Tiedge w. (1823) 6, 136, -ruf P. Cornelius liter. w. 2, 544, -sang R. Wagner ges. schr. u. dicht. (1897) 2, 7, -singen: ahd. wunnisangôn Graff 1, 884; Khull z. mhd. wb. 39, -stark W. Hertz ges. dicht. (1900) 166, -strahlend Hölty ged. 64 H., -stumm Pfeffel poet. vers. (1802) 3, 6, -tanz Jean Paul w. 27, 58 H., -tau (tränen) Gotthelf ges. schr. (1855) 16, 284.
b)
von der gesteigerten bedeutung wonne B 4 aus: wonnebeklommen Jean Paul w. 7, 501 H., -berauscht Tieck schr. (1828) 11, 277, -brand Göthe I 15, 327 W., -glühend Hebbel w. 7, 37 Werner, -glut Götting. musenalman. (1777) 150, -krampf Gutzkow ges. w. (1872) 3, 102, -schaurig Göthe I 2, 18 W., -schluchzend Schubart s. ged. (1825) 1, 4, -seufzer Jean Paul w. 1, 343 H., -taumelnd Kretschmann s. w. (1784) 1, 272, -wirbel Schiller 2, 196 G.
c)
speziell in oxymorischen bindungen, s.wonne B 3 b: wonnebang Heinse s. w. 6, 109 Sch., -grauen, n.: wonnegraun J. H. Voss s. ged. (1802) 5, 166, -graus Göthe I 14, 133 W., -qual Fr. Schlegel ges. w. (1820) 4, 89, -schaudernd Kürnberger novell. (1861) 2, 140.
d)
unbestimmter in poetischer verbindung mit adjektiven, kennzeichnendes adverb wonnig vertretend: wonneklar (von den augen) Schenkendorf poet. nachl. 210, -mild (von der geliebten) Th. Storm s. w. 1, 229 Köster, -sanft (vom mondlicht) Rosegger wildlinge (1905) 20, -schwül R. H. Bartsch frau Utta 74, -süsz (von den händen der geliebten) Fr. W. Riemer blum. u. blätter (1816) 66, -traut Schwetschke ausgew. schr. (1866) 1, 163, -wild R. M. Rilke ges. w. (1927) 1, 151.
2)
in vielfältiger beziehung auf alles, was wonne gewährt oder sofern es wonne gewährt, im sinne von 'freude bereitend, lust verschaffend' sowohl von wonne A wie von B aus. als bestimmungswort für konkrete dinge, personen, gefühle, innere zustände und äuszere gegebenheiten aller art. das kompositionsglied wonne steht hier meist vertretend für das adjektiv wonnig; viele bildungen sind den gleichen, durchweg sprachläufigeren zusammensetzungen mit freude-, freuden- nachgebildet, können aber diesen gegenüber oft als steigerung empfunden werden: wonnebad Göthe I 3, 125 W., -blut Gerstenberg Ugolino 252 nat.-lit., -bund Gries Aristos ras. Roland (1804) 1, 178, -dienst (der Venus) Schiller 6, 21 G., -flut (vom wein) maler Müller w. (1811) 2, 353, -gedanke Klopstock Messias (1780) 423, -gespräch Hölty ged. 73 H., -getränk (vom wein) G. Hiller ged. u. selbstbiogr. (1805) 207, -gott Harries Thomsons jahreszeiten (1796) 73, -junge Shakespeare (1797) 7, 110, -kindlein (das Christkind) Rompler v. Löwenhalt erst. gebüsch s. reimged. (1647) 27, -kusz Grabbe s. w. 4, 33 Bl., -los, n. Stolberg ges. w. (1820) 5, 234, -mahl J. H. Voss antisymbol. (1824) 1, 213, -minute maler Müller w. (1812) 2, 164, -nacht: wonnennacht Schubart s. ged. (1825) 1, 86, -ruh (des geistes) Göthe I 37, 147 W., -sitz (Tivoli) Gleim briefw. 2, 426 Körte; Heinse s. w. 7, 199 Sch., -spiegel: mhd. wünnenspiegel in: ztschr. f. dt. alt. 9, 25, -stunde Göthe I 4, 98 W., -szene Schubart in: ztschr. f. dt. wortforsch. 11, 146, -trost Schubart s. ged. (1825) 1, 126, -wort E. M. Arndt s. w. 5, 264 R.-M., -zeit Göthe I 16, 342 W., -ziel Matthisson ged. 1, 104 B.
3)
daneben ist wonne noch in anderen bezirken sproszfähig.
a)
im sinne einer ästhetischen bestimmung als 'schön, lieblich, herrlich, strahlend', meist in anlehnung an den bereich wonne A 3 d: wonneduft Stolberg ges. w. (1820) 2, 30; Lenau s. w. 170 B., -farben: mhd. wünnevar Lexer 3, 996, -glanz (der sonne) R. Wagner ges. schr. u. dicht. (1897) 2, 19, -himmel Peschel völkerkde. (1874) 328, -kranz: mhd. wünnekranz minnes. 3, 216ᵇ v. d. Hagen, -plan: mhd. wunnenplan Heinrich v. Neustadt Apollon. 13161 S., -welt Herder 29, 511 S., -wind: ahd. wunniwint Graff 1, 884. in bezeichnungen des paradieses mit wonne A 2a gekreuzt: wonneiland J. H. Voss krit. bl. (1828) 2, 375, -hain Rückert ges. poet. w. (1867) 12, 12, -haus Pfeffel poet. vers. (1802) 5, 150, -land Lavater verm. schr. (1774) 1, 329.
b)
in bildhafter umschreibung oder steigerung für einfaches wonne, z. t. in anlehnung an die bildlichen wendungen unter B 5 c: wonnebecher Hölty ged. 251 H., -kelch Stolberg ges. w. (1820) 4, 115, -quell ebda 4, 89, -strudel Heinse s. w. 4, 236 Sch., -sturm W. Raabe d. hungerpastor (1864) 1, 39, -welle Dehmel ges. w. (1906) 5, 173.
c)
in tautologisch steigernden bindungen: wonneentzücken: wonnentzücken Harries Thomsons jahresz. 33, -freude Göthe I 12, 367 W., -seligkeit graf Pocci lust. komödienbüchl. (1875) 20.
d)
eine reihe von zusammensetzungen umschreibt mitteilung, besitz oder fehlen der wonne sowie den drang dahin: wonnebringend ackerm. a. Böhmen 3, 11 H.; Uhland schr. z. gesch. d. sage u. dicht. 2, 147, -dürstend Bürger in: ztschr. f. dt. wortforsch. 14, 277, -empfang: wonnempfang A. W. Schlegel in: Bürger s. w. 330 Bohtz, -erfüllt E. T. A. Hoffmann s. w. 14, 158 Gr., -fülle Schiller 1, 216 G., -geber K. Fr. Becker weltgesch. (1801) 1, 124, -los Nachersberg giftkocher (1798) 60, -satt Pfeffel poet. vers. (1802) 7, 60, -schaffer Schubart s. ged. (1825) 2, 198, -spender Hoffmann v. Fallersleben ges. w. (1890) 3, 60, -sucht Dehmel ges. w. (1906) 4, 32.
Zitationshilfe
„wonne“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wonne>, abgerufen am 16.11.2018.

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