Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wortselig, adj.

wortselig, adj.,
'redselig, geschwätzig', nicht über gelegentlichen gebrauch hinaus: wortsälig, schwätzig verbosus Maaler teutsch spraach (1561) 506ᵃ; die wortselige mutter erzählte Zschokke s. ausgew. schr. (1824) 40, 223; bei Campe 5, 779ᵇ als veraltet. daneben auch 'beredt': meine ... nicht allzu woortsälig erscheunende schreibrichtigkeit Chr. Weise erznarren 65 ndr.; soll ich ... vergessen, ... was mir in stunden des idealistischen enthusiasmus so wortselig zuflog? Herder 22, 11 S. so auch bei Stieler, neben der sonst nicht belegten bedeutung affabilis, humanus, benignus stammb. (1691) 1992. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1958), Bd. XIV,II (1960), Sp. 1620, Z. 61.

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Zitationshilfe
„wortselig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wortselig>, abgerufen am 29.07.2021.

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