Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

zündnadel, f.

zündnadel, f.,
nadel, deren schlag eine zündmasse entzündet, im bergbau bei sprengungen Hoyer-Kreuter 1, 878. durch die verwendung am preuszischen dienstgewehr hat das wort seit 1864 eine geschichtliche bedeutung bekommen: vor den häusern, auf treppen und freibänken saszen gruppen, und zündnadel war das hauptwort, das ich aus allen heraus hören konnte B. Auerbach volkskalender für 1867, 151. die z. ist das preuszische gewehr: Königgrätz hat uns .. mit der zündnadel geschlagen Kürnberger siegelringe (1874) 65; die siegreichen alten zündnadeln Karmarsch-Heeren 3³, 458; geben sie uns (den gelehrten) unsere zündnadeln, geben sie uns eine gute bibliothek! Mommsen reden u. aufs. 217;
und macht der chassepot auch manch loch,
zündnadel die sticht besser doch
Böhme volksthüml. lieder d. Dtschen 60.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1927), Bd. XVI (1954), Sp. 563, Z. 73.

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zündkern
Zitationshilfe
„zündnadel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/z%C3%BCndnadel>, abgerufen am 15.06.2021.

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