Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

zündruthe, f.

zündruthe, f.,
das werkzeug zum abfeuern der geschütze, eine stange, an deren spitze eine glühende lunte angebracht war Jacobsson 4, 725ᵃ, Eggers 2, 1408. seit einführung der geschütze in gebrauch Fischart geschichtkl. 285; 317 ndr.; L. Fronsperger kriegsb. 1, 80ᵃ; Harsdörfer gesprechsp. 8, 10; Kramer 2, 1484ᵇ. auch für andere arten von zündern Veith 597, Muspratt 7, 973. bildl.: auf solche weis (durch schmähen) vertretten die weiberzungen und zundtruthen ein ambt, und seynd beede ein ursach eines öffteren feuers Abr. a st. Clara etwas f. alle 1, 238; ärgerliche bücher sind die zündruthe des teuffels J. Lassenius heiliger perlenschatz (1712) 171; wir .. ohne das englische trotzgefühl selbständiger freiheit und überhaupt ohne jene zündruthe anderer nazionen, um felsen zu sprengen Jean Paul 34, 16 H.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1927), Bd. XVI (1954), Sp. 564, Z. 74.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
zündkern
Zitationshilfe
„zündruthe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/z%C3%BCndruthe>, abgerufen am 15.08.2020.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch (¹DWB)