Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

zündschwamm, m.

zündschwamm, m.,
zundelschwamm. 1) schwämme, pilze, die zum zunder gebraucht werden, s. d. w. Corvinus fons lat. (1646) 374; Kramer 2, 1484ᵇ; Eggers 2, 1409; Schlechtendal 3, 63 f.: dann ein zindtschwam darffst du nicht klopfen, nur dürr behalten, so gibt es schöne kohlen L. Fronsperger kriegsb. 2, 203ᵃ; wenn diese kolben (des brotfruchtbaums) .. vertrocknet sind, haben sie die eigenschaft des zundschwammes G. Forster 4, 345. 2) als zunder bereiteter schwamm Karmarsch-Heeren 3³, 478; Muspratt 7, 315: ich hatte zwei geladene pistolen, mein gespan ein lang rohr mit einem zündschwamm J. Wild neue reisbeschr. (1613) 156; besagte lunten oder zündschwämme Abr. a st. Clara etwas f. alle 2, 123; die wunden ... mit dem holzigen theil des zündschwamms ausgebrannt Lichtenberg verm. schr. 5, 143; und zeigte es sich, dasz ihm jemand brennenden zundschwamm drangesteckt hatte Rosegger II 1, 180. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1927), Bd. XVI (1954), Sp. 565, Z. 21.

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Zitationshilfe
„zündschwamm“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/z%C3%BCndschwamm>, abgerufen am 04.08.2020.

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