Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

zündstrick, m.

zündstrick, m.
1) allgemein: das fewr .. in zündstricken .. und eyerweiss eingeschlagen Mathesius Sarepta (1571) 60ᵇ; der dritte trinket tabakk mit einem zündstrikk Harsdörfer gesprechsp. 8, 457; dass .. in allen häussern zündtstrick von den mordbrennern eingelegt worden Dannhawer cat.-milch 1, 288. 2) wie lunte, zündschnur, zum entzünden von schieszpulver, vom 16. bis zum 18. jh. oft belegt Golius 181; Fischart geschichtklitt. 316 ndr.; L. Fronsperger kriegsb. 1, 45ᵇ; Kramer 2, 1484ᶜ; Pomey (1720) 226:
Teuerdank, der mandlich held teuer,
den zündstrick selbs in sein hand nam (der hakenbüchse)
Teuerdank 136 Göd.;
pulver und minas unterlegen und die züntstrick an allen orthen und enden richten Guarinonius grewel 805. für eine besondere art von lunten, 'stopinen' Fäsch 235ᵇ; Eggers 2, 1011; Karmarsch-Heeren 5³, 683. übertragen: der begird zündstrick Weckherlin 2, 348 Fischer.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1927), Bd. XVI (1954), Sp. 565, Z. 64.

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zündkern
Zitationshilfe
„zündstrick“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/z%C3%BCndstrick>, abgerufen am 04.08.2020.

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