Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

züngelchen, n.

züngelchen, n.,
gelegentlich zünglichen: ist sie ein schöpsenkopff, so bin ich das zünglichen Chr. Weise Ulvilda 120 v. Unwerth. ganz selten züngchen.
1)
eigentlich: und stackte mir hernach so artig ihr züngelgen .. in mein maul Chr. Reuter Schelmuffsky, vollst. ausg. 24 ndr.;
wohl, dein züngelchen sagt mir, wie gesprächig es sei
Göthe 1, 314 W.
2)
im gehirn, lingula Sömmerring 2, 47.
3)
in der botanik von blumenblättern Oken 3, 411; Schlechtendal 27, 112 Hallier: und die zwey artigen züngelchen in deiner kehle, du angenehmes wunderblümchen du (frauenschuh) Ulr. Bräker s. schr. 2, 138.
4)
z. der wage Chr. Thomasius einl. z. d. vernunftlehre (1691) 221; das gleichgewicht ist der freie geist. der schwebt und zeigt, dasz das züngelchen einsteht in der wage der gerechtigkeit Bettine dies buch gehört dem könig 1, 124.
5)
z. 'an den tangenten in clavicymbeln und spinetten' J. G. Walther music. lex. (1732) 354; Mattheson crit. museum 2, 338. frz. languette.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1927), Bd. XVI (1954), Sp. 608, Z. 46.

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Zitationshilfe
„züngelchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/z%C3%BCngelchen>, abgerufen am 14.06.2021.

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