Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

zünseln, v.

zünseln, v.,
'flimmern, flackern', auch 'mit licht oder feuer spielen', in obd. maa. Seiler Basel 327; Birlinger 440; Schmeller 2, 1141. in irgend einem zusammenhang mit ahd. zinsilo, zinsilod fomes und dem verb zinsilot Graff 5, 688: under disem abt Uolrich war auf ein zeit feur durch zünslen in die kleider der custorei komen J. von Watt 1, 246. auch brandstiften: obschon zünslen, röuben ... inen nit gefallt H. Zwingli dtsche schr. 1, 193; da er weder gemordet, noch geraubt, gezünzelt, gestohlen oder betrogen hatte, blieb er unbehelligt W. Chézy erinn. 3, 238. dazu zünszler lichtmotte, phalaena pyralis Schmeller (ahd. zinzala Graff 5, 690). auch 'gespenst': ein nachtgeist, gespenst, zünszler Frisius 756ᵇ; zünszler larva, lemures gespenst zuͦ nacht als feurigmannen Maaler 524; und sprachen je einer zum andern: 'botz sacker, menschenkopff, das ist ein zunselgespenst, ja wol zunszler' Fischart geschichtklitt. 369 ndr.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1927), Bd. XVI (1954), Sp. 623, Z. 57.

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Zitationshilfe
„zünseln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/z%C3%BCnseln>, abgerufen am 18.06.2021.

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