Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

zeitschrift, f.

-schrift, f.,
1) chronographicon, d. i. eine schrift, die eine jahreszahl verbirgt: Harsdörfer gesprechsp. 5 (1645) vorr. 8ᵃ; 2) inschrift: zeit- und denkschriften in kurtzen reimen verfaszt ..., dasz selbe in bäumen geschnitten oder in marmolseulen mit gold geschrieben ... seyn ders. tricht. 2, 38; 3) annalen, chronik, geschichtswerk: in historischen zeit- oder geschichtschriften J. W. Valvassor ehre d. herzogth. Crain (1689) 1, 3; neben dem gleichbedeutenden -buch nicht in aufnahme gekommen; 4) im modernen sinne eine periodisch, meist zu bestimmten terminen erscheinende druckschrift in heften mit wissenschaftlichem oder belletristischem inhalt; als übersetzung von journal, chronicle seit 1784 (unsere bekanntesten z-en Bürger 1, 184ᵃ Bohtz) belegt und nicht lange vorher gebildet, da Adelung das wort noch nicht beachtet; danach 1787 bei Herder 16, 431 S.; 1790 J. G. Forster s. schr. 3, 297; 1791 allg. d. bibl. anh. 53/86, 2542; 1793 Schubart leb. 2, 8; 1798 Göthe III 2, 208 W. und später allgemein im gebrauch; als titel zuerst 1790: neue musikalische z. für 1791 zur beförderung einsamer und geselliger unterhaltung (Halle 1790); 4 vielfach in zss.: -schriftenartikel, -aufsatz, -censor Jean Paul 48, 129 H.; -heft, -leser, -literatur, -wesen Lagarde dtsche schr. 264. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1931), Bd. XV (1956), Sp. 572, Z. 14.

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Zitationshilfe
„zeitschrift“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/zeitschrift>, abgerufen am 02.08.2021.

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