Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

, v.

v
1) auf etwas hin arbeiten: es wird solange auf eine seele zugearbeitet, bis endlich der zweck erhalten ist Zinzendorf Lond. pred. 2 (1757), 15. 2) einem zur hand arbeiten, bei der arbeit helfen: wenn als denn gute leute im zuarbeyten, ... solche trewe leute sind je lobens und danckenswerdt C. Spangenberg cithara Lutheri (1571) 183ᵃ; es bilden sich vorstände für ganze classen verwandter geschäfte, die sich von untergeordneten handwerkern und handlangern zuarbeiten lassen J. Grimm d. rechtsaltert. ⁴ 1, 350. 3) verstärktes arbeiten, s. sp. 150, 3 a: da doctor Sphex recht kräftig zuarbeitete (beim magnetisieren), entschlief er doch Brentano 5, 360. 4) werkstücke zur zusammensetzung oder einfügung bearbeiten Karmarsch-Heeren 1, 684 (böttcherei); (zimmermannsarbeit) 4, 155; (schmirgelschleifen) 7, 683. 5) noch dazu, über die zeit arbeiten: sie wollen mich nicht fortlassen und vierzehn tage musz ich 'zuarbeiten' nach handwerksbrauch J. Meszner 83. 6) fertig arbeiten, bestellen: und sullen die vorgenanten weingerten vor sand Jorgentag zuegearbait haben mit snit mit hawen und was weingartenarbait recht ist urk. u. regesten zur gesch. v. Göttweig 2, 153. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1922), Bd. XVI (1954), Sp. 234, Z. 46.
Zitationshilfe
„zuarbeiten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/zuarbeiten>, abgerufen am 17.02.2020.

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