Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

zuhaben, v.

zuhaben, v.
1)
im sinne des 'hinzu': so er (könig Philipp) disz thun, wurde er die Griechen ihme günstig und steiffe gehilffen zu seinem fürnemmen zuhaben Xylander Polybius (1574) 319.
2)
verschlossen halten, wie zuhalten, in älterer zeit: habs maul zuͦ! Frisius 274ᵃ; das aug (werde) mit der hand zugehaben, damit es (die salbe) im aug umblauff Seutter hippiatria 155. heute noch vom zustande des geschlossenseins:
und dasz ir gar unmüglich ist,
dasz sie auf die beid augen thu,
dann sie hat nur eins dannocht zu
Fischart Eulenspiegel 74 Hauffen;
er schmeckte, was er trank, auch wenn er die augen zuhatte W. Alexis Roland von Berlin 3, 22. sprichwörtlich: es schlafen nicht alle, die die augen zuhaben W. Körte sprichw. 28; er hatte die hand zu, als er geboren wurde (der geizhals) 136. im täglichen leben ohne obj.: der krämer hat zu. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1924), Bd. XVI (1954), Sp. 447, Z. 9.

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Zitationshilfe
„zuhaben“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/zuhaben>, abgerufen am 20.10.2021.

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