Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

zurückbehalten, v.

-behalten, v.,
vgl. D, 1, a. im besitz behalten, nicht loslassen, vgl. behalten th. 1, 1321: eines tages wurde ich zur strafe über die mittagszeit in der schule z. G. Keller 1, 41; dann behielt er immer mehr (von dem haushaltungsgeld) zurück O. Ludwig 1, 248 E. Schm.; das pfandrecht besteht, solange die güter zurückbehalten oder hinterlegt sind handelsgesetzb. § 623. etwas für sich, im vorrat behalten: ein alter fechter behält allemal noch einen streich z. H. A. v. Ziegler asiat. Banise (1689) 593; es gehörte zu ihrer südländischen freiheit des gefühls, ... im letzten verschlusz des herzens eine kleine skepsis gegen alles und jedes ... zurückzubehalten Nietzsche 4, 209. nicht äuszern, veröffentlichen, wie zurückhalten: seine vorsichtig zurückbehaltnen ... beweise Gerstenberg Hamb. neue zeitg. 239 lit.-dkm. als rest behalten, auch als andenken: die proteinchlorige säure hätte das chlor an den ammoniak abgegeben und den sauerstoff z. Sömmerring bau d. menschl. körpers 6, 31.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1931), Bd. XVI (1954), Sp. 686, Z. 53.

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Zitationshilfe
„zurückbehalten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/zur%C3%BCckbehalten>, abgerufen am 20.10.2021.

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