zweifelfrei zweifelsfrei adv. und adj.
Fundstelle: Lfg. 7 (1938), Bd. XVI (1954), Sp. 1007, Z. 28
mnl. tvivelvri (ostmnl. belegt, s. Verwijs-Verdam 8, 846) seit dem 16. jh. bezeugt, bis ins 18. jh. auch noch getrennt geschrieben; die form zweifelsfrei, beim adverb seit alters die regel, ist heute auch für das adj. geläufig: (so) hett man zweifelsfrei was stattlichs angerichtet A. Blaurer an H. Bullinger 2, 528;
denn alle die, die sich in deinen dienst begeben ...
hoffen zweifelsfrei, dasz mit derselben erden,
eine neue kirch soll aufgerichtet werden
Weckherlin ged. 2, 133 Fischer;
so werden sie zweifelsfrei rittersitze haben Chr. Reuter ehrl. frau zu Plissine 12 ndr.; zweifelsfrei zeiget Sulpitia sich darum so kalt Anton Ulrich v. Braunschweig Octavia 1, 161; bei subjecten, deren vorzügliche geschicklichkeit öffentlich und zweifelsfrei bekannt ist Fr. v. Bülow bemerkungen (1808) 122; wir sein gantz tzweyfels frey, ir tragt gut wissen, wie (v. j. 1508) lehns- u. besitzurk. Schles. 1, 255;
ach, soll ich
nach solcher zweifelfreien plag
allzeit zweifelhafte wort hören
Weckherlin ged. 1, 164 lit. ver.;
nicht zu einer ganz zweifelfreien, aber doch zu einer ganz beruhigenden einsicht J. J. Engel schr. 1, 271; nicht zu einem beweise, sondern zum zweifelfreiesten ... immer lichter und lichter werdenden schauen der unentbehrlichkeit des christenthums Frz. Baader tagebücher 118; diese unsere erklärung, welche uns in zweifelsfreier deutlichkeit zu erzwingen G. ... bewogen hatte Bismarck ged. u. erinn. 2, 214 volksausg.
Zitationshilfe
„zweifelfrei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/zweifelfrei>, abgerufen am 11.12.2019.

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