Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

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alchen, vb.

Fundstelle: Band 2, Spalte 250, Zeile 35 [Schröter]
ALCHEN vb.   (intrans. u. refl.) gehen. rotw. (vgl. S. A. Wolf rotw. [1956]129a s.v. halchen; ferner Kluge deutsch [61958]91). aus hebr. ‎‏הלך‏‎ ‘gehen’ (vgl. auch alchbruder ‘landstreicher 1624 die kraxenträger, fatschenkrämmer, gortierende alchbrüder und alles dergleichen onnutzes gesindel sind wegen der contagion abzuschaffen in: Unger/K. steir. wortschatz 14b. ⟨1644⟩ es war .. ein schnaltzer von dieser gesellschafft, ein alchbruder, .. ein schurck .., der .. in bawrs kleider vor vnd zugienge Moscherosch gesichte [1646]4,132) u1490 alcha in: S. A. Wolf rotw. (1956)129a. ⟨n1509⟩ als bald der klenckner ersehen het/ den statknecht, wust er vß sim bet/ alcht sich vber den breithart (‘machte sich aus dem staube’, vgl. Fischer wb. 1,127) Gengenbach 351 G. aalch dich gang hin .. alch dich vber den glentz (‘suche das weite!’) ebd. 367. 1540 wir wend alchen ins glidempos (hurenhaus)/ das würd uns sein von noͤten groß Wickram 5,197 LV. ⟨1841⟩ wie die fremden .. in der gaunersprache miteinander redeten. „.. alch (troll dich), wollen die karosse zerlegen, hat vielleicht messen (gelder) in den eingeweiden“ Eichendorff w. (1908)3,210 K. 1862 alchen, alchenen, halchen .. gehen, fortgehen; alch dich packe dich Avé-L. gaunerthum 4,517. 1922 alchen gehen Polzer gauner-wb. 3a. bayer.-öst. wb. I 1,135b.

älchen, n.

Fundstelle: Band 2, Spalte 250, Zeile 59 [Schröter]
ÄLCHEN n.   s. aal 3 a.

alge, f.

Fundstelle: Band 2, Spalte 263, Zeile 7 [Schröter]
ALGE f.   ein- oder vielzellige pflanze, die in zahlreichen arten fast nur im wasser vorkommt. aus lat. alga ‘seegras, -tang’, das als gutturalerweiterung mit norw. mundartl. ulka ‘schimmel, anhaftender schleim’, auch dän. ulk ‘frosch’, norw. mundartl. olga ‘ekeln, übelkeit empfinden’ auf idg. *el-, *ol- ‘modrig sein, faulen(?) zurückzuführen ist (s. Pokorny et. wb. 1,305; Kluge et. wb. 2113). zunächst nur lat. im singular: 1440 alga schum der vff dem mere lit, in: Diefenbach gl. 21c (u.ö.). ⟨1493⟩ nim algam vß dē meere. dz ist ein kalt krut oder ist des meeres schum nach ettlichē vßlegeren Petrus de Crescentiis, nutz d. ding (1518) 57d. ⟨v1601⟩ die wällen .. treiben an das land zu hauff/ algam das meerkraut wolbekant Spreng ilias (1610)107b. – im pl. algae von Linné, ⟨1737⟩ genera plantarum (51754)415, in sein pflanzensystem übernommen; danach auch im dt. gewöhnl. im plural: ⟨n1789⟩ ohne samenstück keimen: die schwämme, die algen, die leber-/ und die übrigen moose Goethe I 5,2,405 W. ⟨v1817⟩ algen des süßen wassers ebd. II 13,11. 1827 pilze, .. wasseralgen und .. flechten. alle drei werden auch unter dem gemeinsamen namen algen im weiteren sinne des worts begriffen Chamisso gewächse 15. 1861 ein bräunlich, gelblich oder grünliches wesen ... von diesem können die naturforscher noch nicht mit bestimmtheit sagen, ob es eine alge (also pflanze), oder ob es ein thierchen sei Berlepsch Alpen 182. ⟨1883⟩ auf dem sandigen boden wuchert .. der grünliche schimmel der algen Rosegger ges. w. 8(1914)5. 1955 wir finden diese alge (vaucheria) im stehenden wasser oft treibend wiss. annalen 432. ⟨1978⟩ zu ihrer algenzucht müssen sie (anrede) .. zu den unscheinbaren algen, von denen .. viel abhängen wird Lenz heimatmuseum (1980)147. 1979 zu ihnen (den mehrzelligen blütenlosen pflanzen) gehören mehrzellige algen, pilze, moospflanzen biol., lehrb. 7. klasse 37.

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Zitationshilfe
„älchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/%C3%A4lchen>, abgerufen am 25.11.2020.

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