Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

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asche, f.

Fundstelle: Band 3, Spalte 327, Zeile 58 [Pfeifer]
ASCHE f.   pulveriger verbrennungsrückstand. (1) herkunft und form. ahd. asca f. (ō-stamm im voc. St. Galli u. bei Otfrid, n-stamm bei Tatian u. Notker), anfrk. asca (ō-stamm), mhd. asche, (durch einwirkung von sch auch) esche f. m., mnd. asche, mnl. assce, nl. as, ae. asce, æsce, æxe, engl. ashes (plur.), an. aska, schwed. aska, dän. aske führen über germ. *ask- auf idg. *azg-, gutturalerweiterung der wurzel idg. *ā̆s- brennen, glühen (Pokorny idg. et. wb. 1,68 f.). dieser wurzel werden u. a. auch die unter esse (s. d.) genannten formen sowie ai. ā́sa- asche, leicht verfliegender staub, hethit. ḫǎšsa- herd, feuerstelle (unsicher) lat. āra brandaltar, opferaltar, lat. ārēre trocken, dürr sein, āridus trocken, dürr, mit dentalerweiterung (idg. *azd-) grch. ἄζειν trocknen, dörren, ἀζαλέος dürr, slowen. tschech. ozditi ‘dörren’ zugeordnet weiteres s. Lloyd/S. et. wb. ahd. 1,364 ff., Vasmer russ. et. wb. 2,257. zu got. azgo ‘asche’ vgl. Feist/L. goth. et. dict. 54 u. Lloyd/S. a. a. o. 366.umgelautete formen äsche, esche (bes. wobd., wmd., auch bair., vgl. ⟨v1475⟩ ain aͤsch vn̄ erdtrich Eyb sitten [1511]9b u. bayer.- öst. wb. I 1,388b) sind bis ins 17. jh. bezeugt (vgl. 1596 in ein warme eschen Gäbelkover artzneyb. 1,5. 1672 die aesch .. zusammen zufegen Grimmelshausen simpliciana 77 Sch., noch 1713 zu äschen werden Dentzler clavis 2,13a), danach noch mdal. (2) genus und flexion. das ursprüngl. stark (vgl. noch14. jh.? mit esche, .. mit kolen weist. 4,125) u. schwach flektierte fem. wort erscheint seit mhd. zeit auch als schwach flektiertes mask., vereinzelt noch im 19. jh. (vgl. ⟨1130/50⟩ si sæten uf ir houbet den asken jüng. Judith 36,3 M. ⟨1359⟩ den aschn [der toten] Steckel reise 61 TSM. 1533/4 von dem aschen Turmair 4,2,1056 ak. 1828 ein wenig heißen aschen Meixner kochb. 172); nur vereinzelt ist asche auch stark flektiertes mask. (vgl. 1670 daß sie .. nur menschen, das ist ein schöner asch und staub seyn Francisci trauer-saal 1,806). schwach flektierte fem. formen auf -en sind gelegentl. noch im 19. jh. belegt (vgl. 1876 in die aschen will ich blasen Schweichel erz. [1964]59. 1882 in der aschen Raabe 15,8 H.der plural ist nur im modernen fachsprl. bereich üblich (vgl. 1959 unter 1 a). (3) gebrauch. der gebrauch d. wortes wird vielfach durch anknüpfung an biblische überlieferungen geprägt (vgl. 1 b u. 2). 1 pulveriger, staubartiger verbrennungsrückstand. a eigentl gebrauch, auch von d. vulkanasche. häufig bildl. u. in festen wendungen. zu phönix aus der asche vgl. Röhrich lex. sprichwörtl. redensarten (1994)4,1180: 8.jh. cineres asga ahd. gl. 3,1,45 S./S. u1120/30 get .. zeinem ouene / da ir aschen uindet milst. genesis 142,12 D. ⟨1187/9⟩ den rouch und die aschen Heinrich v. Veldeke Eneide 8407 DTM. ⟨u1220⟩ do er .. wart als ein esche bleich Fleck Flore 2169 S. M14.jh. nim frische ele vnd wasche in abe den slim mit kalter aschen b. v. guͦter spise 20 TSM. 15.jh. von dem aschen vernewt sich der fenix spätlese ma. 2,46 TSM. 1473 leg sie (zwiebeln) vnder ein heisze aͤschen vn̄ laᷱsz sie braᷱten Steinhöwel ordn. 76 S. ⟨1531⟩ (d. Vesuv) warff ein solchen hauffen aͤschen von bimsen ausz Franck zeitb. 2(1550)16b. 1537 als .. die leich zuͦ aschen verbrent vnd das grab gemacht ware Schaidenreiszer odyssea 119 W. 1539 denn ich yhm .. nicht vngonstig, nicht gern wolt, das er solt ynn die asschen greiffen Luther brw. 8,454 W. 1648 aus dem aschen blinkt die glut Harsdörffer trichter (1647)2,37. 1775 auch das hebr. such ich aus der asche hervor in: Hamann brw. 3,172 Z./H. 1793 das immer noch unter der asche glimmende misstrauen der parteyen Schiller 9,357 G. 1796 wie oben auf Trajans säule die asche seiner hülle in einer goldnen urne steht Jean Paul I 5,271 ak. 1886 laßt mich verbrennen, .. streut meine .. asche in alle vier winkel Stinde Wilhelmine 120. 1940 die .. erkaltete asche aus der pfeife Strausz lebenstanz 140. 1947 feuerstätte, in der die falsche ehre und der falsche ruhm ihres lebens langsam zu asche zerfielen Kasack stadt 403. 1954 ein brand .. durch glühende asche n. zeit 21,6. 1959 die begleitenden aschen (bei vulkanausbrüchen), urania 272. 1987 vulkanische a(sche) wird, vom winde erfaßt, oft weit getragen Brockhaus 192,173a. 1989 maler, die mischen asche an ihre farben A. Müller sommer 111. 1996 1836 brannte es (opernhaus v. Venedig) aus, wurde in nur sieben monaten – wahrlich ein phönix aus der asche – wiedererrichtet frankf. allg. ztg. 26,29f. asche als zeichen der zerstörung, vernichtung (durch feuer) in festen wendungen wie zu asche werden, in schutt und asche sinken, in die asche fallen (u. ä.) zerstört werden, etwas in die asche legen, werfen, zu asche machen (u. ä.) zerstören, in der asche liegen (u. ä.) zerstört sein: 1432/8 die handwerch und hütten .., / das ward zu ainer aschen Oswald v. Wolkenstein 385,10 ATB. 1509 die Schweytzer .. mit streit / ir sachen bhaubten über all, / .. obs recht ind eschen vall Murner 1,1,4 Sch. 1525 ewer rhum und hoffart zu asschen mus werden Luther w. 17,2,171 W. ⟨1531⟩ als nun die statt Ilium auff einem hauffen in der aschen lag Franck zeitb. 1(1551)220a. 1546 der allmechtige werde .. der gotloßen anschlege .. zu aschen vnd nichtig machen in: Luther brw. 11,307 W. 1609 es ist aber diese .. statt .. gantz verwüstet vnd in die aschen geworffen worden Quad herligkeitt 295. 1670 daß die stadt .. in asch und blut danider sanck Francisci trauer-saal 1,971. 1677 und ob sie gleich ritterliche gegenwehr thaten, fiel ihnen der mut doch bald in die asche ebd. 3,307. 1692 es haben offt grosse feuersbrünsten schöne städte in die asche geleget Scriver theognosia 1402. 1714 nachdem aber Jerusalem .. verheert und in asche gesetzet Schudt merckwürdigkeiten 1,328. 1724 solte ich diejenige einen andern übergeben, die mir doch daß hertz in asche geleget? Stranitzky haupt- u. staatsaktionen 1,29 WLV. 1728 machten auch allen ihren vorrath an feld-früchten .. zu asche Bünau kayser-hist. 1,86b. 1763 daß das haus einer seiner freunde .. schon in der asche läge und sein eigenes haus in gefahr sey (durch einen brand) Kant 210,47 ak. 1839 dennoch ist es schwer, gleich, nachdem ein palast in die asche gesunken ist, guten muthes aus den geretteten brettern .. eine hütte zusammen zu zimmern Hebbel III 1,380 W. 1936 langsam glühte die stadt aus, ..: als sei satan, der sich drei tage an der glut gelabt, herabgestürzt und zu asche geworden, um fortan tausendfach zu leben in schutt und staub Schneider inselreich 496. 1955 mit dem berühmten gewandhaus .. sank ein altes wahrzeichen in schutt und asche Scheer spieler 9. 1972 als die .. städte bereits in schutt und asche lagen Ardenne leben 141. 1989 britische staffeln .., legten auch einige straßenzüge in asche und schutt Möckel gesch. 166. b asche (für lat. cinis) als zeichen der trauer, klage u. buße entsprechend biblischer tradition, vgl. z. b. Esth. 4,1: Mardochæus .. indutus est sacco, spargens cinerem capiti; et .. voce magna clamabant; außerdem Matth. 11,21 (s. unten 800/10 ), dazu lex. theol. u. kirche [1957]21,917 f.). häufig in festen wendungen wie in sack (‘trauer-, büßergewand’) und asche, sich asche aufs haupt streuen (u. ä.) als zeichen der klage, trauer, buße u. reue, in der asche liegen, den kopf in die asche hängen (u. ä.) klagen, trauern (u. buße tun), jüngersich reumütig geben⟨800/10⟩ in haru inti in ascun riuua tatin (Matth. 11,21: in cilicio et cinere pœnitentiam egissent), Tatian 265,2 S. ⟨E12.jh.⟩ der kuͦnik .. warf sine gewant von ime und tet ein sachtuͦch an sich und saz in der aschin und gebot uber alle .. daz si .. bezzirten ir suͦnde altdt. pred. 1,98 Sch. ⟨2.h13.jh.⟩ daz manet man den mentschen, so man im uff daz hobet aͤschen git st. georgener prediger 63 DTM. ⟨1338⟩ sy .. strouten asche .. / uf ire houbt und sazen sidir / zu Job uf dy erde nydir Hiob 1058 DTM. 1514 bruch doch weder sack noch eschen / mit buͦs vnd rüwen mich zuͦ weschen Murner 1,2,19 Sch. 1541 wans eim übel geht vn̄ in der aschen ligt Franck sprichw. 1,66b. 1555 hengen den kopff in die aschen, vnd beißen vns mit vnserm vngluͤck Musculus hosenteufel 7 HND. 1559 wie sich etwan die leut zu trawers zeyten in die asche setzten Mathesius ausgew. w. 21,28 L. 1561 Josua .. kniet nider, zureist sein klaid, würfft aschen auff sein haubt Sachs 10,110 LV. ⟨1579⟩ daß .. Christus .. vns gar möchte von sich abweisen vnd hin schicken zu vnserē .. schutzheiligen .., darbei wir erstlich .. trost gesucht hatten .. also daß wir zwischen zweien stuͤln in die eschen grob moͤchten nider sitzen vnd von allen enden verstossen werden Fischart binenkorb (1588) 109b. 1644 stimt klagelieder an / .. bestreuet euer haar mit asche Klaj redeoratorien 14 W. 1677 bekümmerte hertzen, die ihr sorgen-folles haupt kaum mehr tragen können; in die aschen hangen Butschky Pathmos 169. 1718 wilt du nicht .. im sack und in der asche busse thun? Neumeister seegen 1080. 1791 wenn Stambuls bürger sich in die asche sezen, und Jeremias trenodien jammern über den .. nahen untergang ihrer stadt chronik 58 Sch. 1830 auch die heiligen haben ihr haar zerrauft und in der asche getrauert Immermann 5,77 M. 1841 es trauert in sack und asche / das vaterland Herwegh ged. eines lebendigen 21,194. ⟨1968⟩ als ginge ich von kopf bis fuß in sack und asche, getreu der verheißung Frischmuth klosterschule (1980)46. 1989 asche aufs haupt streuen, in der hoffnung, so am glimpflichsten davonzukommen Neutsch Claus 155. 2 staub, erde, vergängliche substanz, ohne ausdrückliche beziehung zum verbrennungsvorgang. anknüpfend an d. schöpfungsgeschichte d. bibel, wonach d. mensch aus erde (staub) geschaffen ist u. wieder zu erde wird (vgl. 1. Mose 2,7: formavit .. deus hominem de limo terræ; 3,19: quia pulvis es [Adam], et in pulverem reverteris). seit d. 18. jh. häufig von d. verweslichen überresten d. menschl. körpers gebraucht, auch abstrakt von d. erinnerung an einen toten, vgl. die asche der väter. formelhaft sanft ruhe seine asche, friede seiner asche u. ä.; in jüngerer spr. durch die feuerbestattung mit anklang an 1 (vgl. unten 1831/2 u. 1996 ): ⟨v1022⟩ sâzen sie (d. philosophen) mit iro rûoto in hende. mit tero sie iro iungerôn an dero selbûn ascûn pildotôn dîe uerte dero sternôn (figuras geometricales in glauco pulvere .. designabant, ahd. wb. 1,674.) Notker 1,24,14 P. ⟨u1230/50⟩ (menschen, die) vergezen gare, dat si erde sint inde essche in: lilie 2 DTM. hs.14.jh. mensche gedenke daz dv esche bist. vnd daz dv wider ze eschen werden solt altdt. pred. 135 W. 1477 (die kreaturen) werden wider keret in puluer oder aschen (ps. 103,29: in pulverem suum revertentur), 1. dt. bibel 7,397 LV. 1535 das wir alle mussen unter die erden bescharret und zu asschen werden Luther w. 41,95 W. 1626 die asche deß seeligen Parthenians der in diesem convent begraben theatrum amoris 296. ⟨1640⟩ Homerus ist längsten in asche verkehret / doch lebet sein nahme Zesen Helikon (1656)1,143. 1676 da Aristoteles schon lange staub und asche war Francisci lust-haus 1112. ⟨v1678⟩ das grab, als .. einen treuen behalter unserer gebeine und aschen Butschky rosen-thal (1679)307. 1792 der verstorbene doktor Semler, dessen asche ich nie genug verehren kann Laukhard leben 1, IX. ⟨1798⟩ (jüngling,) der unter dem dampfenden moder in asche zerfiel Klinger s. philos. rom. (1810)9,9. 1802 es war doch ein guter mann, .. sanft ruhe seine asche! J. Grimm br. an Wigand 2 S. 1822 man muß die asche der väter ehren! E. T. A. Hoffmann 13,114 G. 1831/2 zur längst verglühten asche seiner ahnen Lenau 2,36 H. 1862 (formelhaft:) du armes menschenkind, aus staub und asche / geschaffen Hebbel I 4,167 W. 1937 friede ihrer asche, ein gutes .. mädchen Fallada wolf 728. ⟨1949⟩ (formelhaft:) wenn .. die bomben platzten, nur einfach schluß? asche zu asche? staub zu staub? Seghers d. toten (1950)530. 1980 zerfiel sie (vergangenheit) / zu staub und asche Kunert unterwegs 44. 1996 daß hinter meiner asche niemand hergehen darf .. meine überreste werden im wind verstreut zeit 9,58e. 3 ungebrannte asche eine tracht prügel (vom unverbrannten stock? vgl. 1666): 1552 vngebrente aͤsch wer jr (Xantippe) gesundt gewesen Scheit heimfahrt 64 S. 1666 mit einer andert halbe ellen ungebrandter asche übern leib gerathen Praetorius anthropodemvs 1,36. 1716 er mögte .. sich mit seiner frauen versöhnen .. und so sie sodan nicht guth thun wolte, ungebrandte asche bey ihr zu appliciren berl. geschrieb. ztg. 498 F. 1846 Uli hatte schon die peitsche .. gefaßt, um zu versuchen, was ungebrannte asche vermöge Gotthelf Uli, d. knecht 186. 1959 nicht ohne eine wucht ungebrannter asche Komm waldgespenst 18. 1993 thür. wb. 1, lfg. 3,292. 4 geld, aus d. gaunerspr.; „einwirkung des jidd. ansche männer .. und des tschech. něco wenig .. nicht ausgeschlossenS. A. Wolf rotw. [1956]36a: 1885 asche geld, in: Kluge rotw. (1901)422. undatiert rothe asche kupfergeld, weiße asche nickelgeld, blanke asche silbergeld, ebd. 430a. 1895 da sie (wanderburschen) „asche“ hatten Polenz Büttnerbauer 360. 1917 so gibt es .. in seiner (des soldaten) sprache für dieses (geld) .. eine unmenge von ausdrücken .. zement, eisen, asche Imme soldatenspr. 96. 1963 asche .. ‘geld (scherzhaft)allgemein üblich Mitzka schles. wb. 1,54a. 1965 äsch geld, pfälz. wb. 1,343. 1983 die große a(sche) ist da nicht zu machen in: Duden, wb. dt. spr. (1993)1,262b.

äsche, f.

Fundstelle: Band 3, Spalte 330, Zeile 44 [Pfeifer]
ÄSCHE f.   älter asch(e), esch(e) m. ‘lachsartiger süßwasserfisch’. ahd. asco m., mhd. asche m., as. asco m., mnd. asch ist ohne sichere etymolog. anknüpfungsmöglichkeiten wahrscheinlich ist ahd. asco als n- ableitung zu ahd. asca (s. asche) gebildet, der ‘aschenfarbige fisch’. seit d. ende d. 14. jhs. erscheint neben dem mask. (noch mdal.) auch fem. genus, das sich im 19. jh. mit der form äsche durchsetzt. übergang zum fem. u. umlaut erklären sich aus den häufiger gebrauchten pluralformen, hinzu kommt der umlaut bewirkende einfluß des sch im obd. (vgl. Lloyd/S. et. wb. ahd. 1,367 f.): 9.jh. timallus asco ahd. gl. 3,456,24 S./S. 12.jh. timallus asch ebd. 202,25. ⟨u1160⟩ owi ich stoubigir asce, / ich flohzunder valwisc litanei 13,30 M. ⟨1393/9⟩ das die aͤsche ist worden zuͦ ainem wurm Velser Mandeville 33 DTM. hs.15.jh. tymallus asche in: zfdwf. 9(1907)226. 1521 so essen sie erlitz, grundel vn̄ eschē kirchenlied 3,375a W. 1521 kaufft .. eyner ein nasen für einen edlen aͤsch Nazarei gott 52 HND. 1533 das es kain asche ist, .. es mag ein hecht .. sein Fuchsperger dialectica 121b. 1582 ein esche fahet an gut zu sein im heumonat in: 1DWB 3,1140. 1599 aschen oder aeschen .. in deutschen haben sie den nahmen von der farbe, das sie fast wie aschenfarbig sein Colerus oecon. 5, Mm 3b. 1799 die forelle, die aesche Niceus schnupfen 159. 1828 wasche und schüppe den asch Meixner kochb. 107. 1870 mit .. ’ner lachsforell’ / und mit ’ner äsche Freiligrath 2,421 Z. 1959 spiel der forellen und äschen Herzog Diana 99. 1987 die .. stark gefährdete europäische äsche Brockhaus 192,173a.

esche, m.

Fundstelle: Band 8, Spalte 2383, Zeile 73 [Rahnenführer]
ESCHE m.   s. äsche.

1esche, f.

Fundstelle: Band 8, Spalte 2383, Zeile 73 [Rahnenführer]
1ESCHE f.   mhd. esche. mnd. esche; mnl. essce. das wort stellt sich (als pluralform oder als rückbildung von eschen adj.?) zu älter bezeugtem asch m., ahd. asc, mhd. asch, das über germ. *aska- m. auf eine k-abl. von einem idg. wurzelnomen *ōs ‘esche’, *os-k-, zurückgeführt wird. die baumart fraxinus: 12.jh. esculus eschun ahd. gl. 3,39,38 S./S. ⟨1210⟩ dîn leben hât benumen dir,/ .. niwan ein esche linde Albrecht v. Halberstadt 250 B. ⟨M14.jh.⟩ eines abtz vnd des gotzhus friger hof ze Engelberg sol gan .. von dem spital bi dem zun hin vnder den alten eschen .. weist. 1,2 G. u1477 do sprach die aich zuo der aschen: .. Steinhöwel Äsop 160 LV. 1545 die buch, die esch, die lindt so weych Wickram 8,50 LV. 1641 auf eschen ie im jahr’ es spansche fliegen hat ber. v. d. fruchtbringenden ges. vorhaben D2b. ⟨1756⟩ dann sinket oft schlummer/ unter dem sanften geräusch der immer lispelnden esche/ auf den schäfer herab Zachariä schr. (1772)2,41. ⟨1826⟩ die beiden bäume, besonders aber die esche, kann man meilenweit in der ebene und von den bergen sehn Tieck (1828)26,98. 1984 ihr meine inseln von grün, ihr meine eschen! Grüning umkreis 101. – (metonymisch für) lanze, speer (aus eschenholz): 1772 (Athene,) die mit bestälter esche, nimmer müde,/ den Typhon, den Encelados/ zurückewarf Ramler lyr. ged. 111. 1793 den speer des untadlichen Peleionen,/ ..; es konnt’ ihn der Danaer keiner/ schwingen, allein vermocht’ ihn umherzuschwingen Achilleus:/ Pelions ragende esche Voss Homer 2,96.

2esche, f.

Fundstelle: Band 8, Spalte 2384, Zeile 30 [Rahnenführer]
2ESCHE f.   s. asche.

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Zitationshilfe
„äsche“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/%C3%A4sche>, abgerufen am 30.11.2020.

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