Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

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äsen, vb.

Fundstelle: Band 3, Spalte 337, Zeile 74 [Petermann]
ÄSEN vb.   älter auch äßen, ässen, selten asen, aßen. mhd. æʒen (auch êʒen, êsen) ‘mit nahrung versorgen’ ist möglicherweise eine variante (mit länge des umlauts u. mit spirans statt affrikata) des kausativums mhd. atzen, etzen (s. atzen 2DWB; vgl. dazu Lloyd/S. et. wb. ahd. 2,1189), mit dem es auch semantisch übereinstimmt (1). die bedeutungnahrung aufnehmen’, im mhd. vereinzelt durch refl. gebrauch ausgedrückt, wird erst im nhd. geläufig (2). ohne fortsetzung im mhd. bleibt ahd. âzôn ‘nach futter durchsuchen, abäsen’, vgl. 11.jh. (volucres ..) rimantur azont. crupilunt. snapalont (prata), ahd. gl. 2,629,61 S./S. (ahd. wb. 1,766), eine denominale abl. v. ahd. âz n. ‘speise, nahrung(s. 2n. 2DWB; vgl. Lloyd/S. et. wb. ahd. 1,410) oder vom ō- stamm ahd. âza f. ‘das essen(vgl. ahd. wb. 1,763); nach Wissmann nomina postverbalia (1932)22 hingegen deverbativum zu ahd. ezzan ‘essen’ . dem ahd. âzôn entspricht früher bezeugtes aonfrk. āton (jedoch i. s. v.jmdn. speisen, mit nahrung versorgen’ wie mnl. aten), vgl. ⟨9./10.jh.⟩ ātoda cibauit, lipsius’sche gl. 59b H. wohl nicht hierher sondern zu mhd. âs ‘fleisch eines toten körpers’ (vgl. aas A 1 u. aasen 2DWB) gehört frmhd. âsen in belegen wie ⟨1060/5⟩ da beginnent dich (gehängten) die uogele asen wiener genesis 3951 ATB; ⟨u1120/30⟩ die uogele begunden in asen milst. genesis 82,11 D.; vermischungen durch annäherung der lautwerte von ʒ u. s u. deren zusammenfallen im spätmhd. erschweren aber die zuordnung. so zeigt auch mnd. âsen ‘jmdn. speisenlautlichen anschluß an mnd. âs ‘kadaver’. 1 jmdn., ein tier mit nahrung versorgen, speisen, füttern; auchködern, anlocken’, jägersprl. ‘den beizvogel füttern’, eigentl. mit aas als (lock)speise, vgl. aas A 2 u. 3 2DWB: ⟨v1150⟩ di hungerigen er æzet, / di durstigen er trenket armer Hartmann 98,6 M. ⟨u1220⟩ dise hende, / diͤ dich eʒden in ellende rhein. marienlob 1863 LV. ⟨1388⟩ das .. des jars nit mer denne sechs swin geaͤsset sullen werden württ. geschichtsqu. 8,62. ⟨2.h14.jh.⟩ ie die vraw ain valchen nam / auf die hant, si warn tzam; / igleiche est den irn Suchenwirt 25,93 P. ⟨z.j.1395⟩ wer den Pütrich huset oder hoffet, aust oder trankt (Augsb.) chr. dt. städte 4,100. ⟨1488⟩ wollen .. vnsers gnedigen herren feindt .. nit .. hawsen noch hoffen aͤsen trencken in: Sattler Würtenb. graven 4(1768)2,203. 1534 die muͤtter (in Kalkutta) .. legen sy (kinder) geaͤßt vnd eingefült inn den sand Franck weltb. 202b. u1600 wie die füchs zu den haufen zu aäsen seind. .. heb .. uf von den fischen die gebein und sonst allerley .. und aaß darmit haushaltung in vorwerken 229 E./W. ⟨v1660⟩ glaubet, daß die ich erkiest, / zärter als ein läm̄lein ist, / .. als ein taüblein, das man eest Czepko weltl. dicht. 52 M. 1734 der vogel äßt die jungen Steinbach wb. 1,356. 1778 niemand soll mit der gehricken (‘aalreuse’) in seen und strömen ehsen und aale fangen in: brand.-berl. wb. 1,254. 1832 wann sie (falkner) den vogel geäset haben Regis Gargantua 1,401. 1902 bald ist’s zeit, daß ich mein käuzlein äse G. Hauptmann d. arme Heinrich 91. 1965/8 äsen .. die jungen füttern, von vögeln, südhess. wb. 1,357. refl., nahrung aufnehmen, entsprechend dem absoluten gebrauch von 2, jünger nur noch jä- gersprl.: ⟨u1340⟩ (löwe,) von dem sich sin (eines adlers) richer munt / nach sime lust eset und erquickt (beschreibung einer helmzier), minneburg 3005 DTM. u1470 mag sy (tragende hirschkuh) sich wol an dem flachs waiden vnd äsen lehre v. d. zeichen d. hirsches 133 L. u1489 do leet he sine bassunen blasen / unde sick dat volck myt spyse asen in: Schiller/L. mnd. wb. 1,133a. ⟨1533⟩ (bildl.:) Hannibal .. darfür hett, das sich die Roͤmer ob jm geaͤßt vnd gebeysset hetten (angeködert wurden) das sie den angel darnach dester ehe .. schlinden würden Livius (1551)1,119b. 1719 das tragende thier ässet sich von flachs-knothen Fleming jäger 1,96a. 1795 die wilden katzen, luchse, marder .. äsen sich im nothfalle von luder forstkal Leipz. 59. ⟨1883⟩ konnte man .. ein reh oder einen hirsch heraustreten und sich äsen sehen Heyse [1924] I 4,498. ⟨1937⟩ vom serradellaschlag .. wo der sechser (rehbock) sich äste Fallada wolf (1953)1,354. 1996 Duden, universalwb. 144c. 2 von pflanzenfressenden tieren (bes. jägersprl. vom wild), auch von vögeln u. fischen,etwas fressen, verzehren, abweiden’ , meist absolut gebraucht i. s. v. ‘nahrung aufnehmen, weiden grasen ⟨1682⟩ soll der hirschen und rothen wildpret aesen in den saaten und feldern nicht sonderlich schädlich fallen Hohberg georgica (1687)2,63b. 1719 welches wilde thier von diesem kraut ässet, oder frisset Fleming jäger 1,14b. 1741 aassen bey den fischern, heißt wann der fisch isset Frisch wb. 1,2b. 1754 er (hirsch) hat geässet den hafer und korn Döbel jäger-practica 23,154b. 1861 aesen, auch asen. wenn das edel-, elen-, dam- und rehwild, sowie der hase, futter zu sich nimmt Hartig lex. jäger 18. ⟨1887⟩ sie (saatkrähen) wollten zum pfluge, um hinter ihm her zu äsen Liliencron s. w. (1904) 6,147. ⟨1899/1901⟩ ein rudel hirsche .. äste das junge grün Ratzel glücksinseln (1911)417. 1940 ein reh, das .. äsend sich niederbeugt Claudius zuhause 150. 1990 posiert er (auerhahn) .. äst junge kieferntriebe Nielsen-S. erinn. 304.

essen, vb.

Fundstelle: Band 8, Spalte 2398, Zeile 3 [Rahnenführer]
ESSEN vb.   ahd. ezzan, mhd. ezzen. as. etan, mnd. ēten; mnl. nnl. eten; afrs. īta; ae. etan, me. ēten, ne. eat; an. eta, norw. dän. æde, aschwed. æta, schwed. äta; got. itan. zur idg. wz. *ed- ‘essen’. das part. prät. zunächst nur gessen, seit dem 14. jh. daneben auch geessen. die form gegessen begegnet zuerst in der 2. hälfte des 15. jhs., kann sich aber erst seit dem 19. jh. vollständig durchsetzen. 1 nahrung zu sich nehmen. vom menschen, bis zum beginn des 17. jhs. auch vom tier (vgl. fressen vb.). a (unter zuhilfenahme der hände, eßwerkzeuge oder zähne) überwiegend feste speisen kauend verzehren, in abhebung gegen trinken vb.: E8.jh. oxsso auh endi leo dhar ezssant samant spriu bos autem et leo ibi comedent paleas Isidor 688 ATB. A9.jh. daz kabeote unsih ezzan/ fona sinemu uuihemu lihamin ut iubeat nos edere/ de suo sancto corpore murbacher hymnen 17,1,3 S. hs.A11.jh. so fellit sumelichiz (von der aussaat) pi demo uuege unde uuirdet firtretin oder iz ezzant die uogile ahd. sprachdenkm. 171 S. ⟨u1170⟩ du unser herre zemerde gesaz/ unde er mit ime (Judas) tranc unde az Konrad rolandslied 1927 W. ⟨13.jh.⟩ ezzet, daz ist mîn lîchname,/ den ich vur euch in den tôt geben hân wiener passionssp. 515 DNL. 1393 darnach sol der pharrer und sein gesellen mit einander ezzen auz ainre schüzzel und ainz weinz trinkchn in: Stolz Südtirol (1927)3,2,135. hs.u1480 greiff zu, wir wellen in die hell tragen/ und wellen essen die morgensuppen egerer fronleichnamssp. 5046 LV. 1543 vnder allen thyereren, so klawen haben, ysset alleyn der haß graß Eppendorff Plinius 96. 1628 daß .. schließlich in einem jeden brodt vnd wein realiter, eigentlich, warhafftig der leib vnd bluet Christi geessen vnnd getruncken werde Forer, katzenkrieg 335. 1707 daß er lieber mit dem bettelmanne eine bettel=suppe ässe, als von seinen uberfluß eine bier=suppe sich machen liesse J. G. Schmidt speculationes 823. 1806 daß die Indier, welche von den früchten der herrlichen süßen siptachora äßen, 170 bis 200 jahre alt würden A. Th. Hartmann Asien 1,309. 1979 entgegen allen warnungen aus London essen sie weiter ihr selbstgezüchtetes gemüse frankf. rundschau 20,24. b eine mahlzeit einnehmen, (unter einbeziehung von trinken) nahrung zu sich nehmen, speisen: u830 gisahun tho thie buohhara inti pharisei thaz her az mit then suntigon inti then firnfollun quia manducaret cum peccatoribus et publicanis Tatian 256,3 S. ⟨v1022⟩ Ambrones .. sîe ezent nahtes, tes sie sih tages scamên mugen Notker 2,142 ATB. ⟨E12.jh.⟩ justi epulentur et exultent in conspectu dei .. die gerechtin suln ezzin und sich vrouwen in der gotis gegenwerticheit altdt. pred. 1,295 Sch. ⟨u1240/50⟩ wir suln ezzen und slâfen gân Stricker verserz. 4,54 ATB. 1392 item 23 lb. und 12 s. hll. kost es, do die schepfen, rat und alt genanten auf dem hawse azzen runtingerb. 3,157 B.hs. 15./16.jh. (ihr sollt) mercken, wer zuo tisch sey gsessen/ von fursten, die mit dem kunig essen fastnachtsp., nachlese 196 LV. 1595 das rempter, darinnen fast viertzig personen den tag vber sind vnd darinnen essen Hennenberger landtaffel 239. ⟨1615⟩ (das pferd) hat (nach dem tode seines herrn) auch nimmer wöllen essen, also daß es darvon ist gestorben Messerschmid kluge narrheit (1622)120. 1722 da kompt junker Wendt herein, will, daß ich zu nacht eßen solle Elisabeth Ch. v. Orléans br. 6,331 LV. 1817 mit wein und brot von zeit zu zeit erquickt, zum verdruß des hauptmanns, welcher verlangte, daß ich essen sollte was ich bezahlt hatte, konnte ich doch auf dem verdeck sitzen Goethe I 31,226 W. 1974 meine frau und ich gingen irgendwohin abendbrot essen Fokin, gegen d. strom 253. sich durch nahrungsaufnahme in einen bestimmten zustand versetzen. mit prädikativem adjektiv: ⟨v1597⟩ der mit eim geitzgen tischen wil,/ muß nicht lang prangen, schwatzen viel,/ nicht harn auff das er vberlat,/ wuͤrd sich sonst langsam essen sat Eyering copia (1601) 1,567. 1758 denn ich würde mich gewiß kranck daran (an melonen) eßen Gleim brw. (1906)2,336 LV. ⟨1808⟩ den armen wird es sauer, durch das leben zu kommen; und sie könnten sich nicht einmal satt essen Krummacher festbüchl. 1(1813)45. ⟨1918⟩ als Gabriel in den nächsten tagen sah, daß Brigitta bei tische sich nicht satt zu essen wagte Ponten turm (1920) 135. c trinken, flüssiges unmittelbar mit dem mund aufnehmen. selten: ⟨v1022⟩ lacrimas az ih tagolîches Notker 3,1,253 ATB. 1477 vnd ist gesunt milch zu essen wann da von so meret sich das plut Ortolff artzneipuch 44b.dr. 1584 eins bauren son het sich vermeßen/ er wolt ein gute buttermilch eßen volkslieder 32,65 U. 2 zerstörerisch wirken, aggressiv durchdringen: u830 ellan thines huses az mih zelus domus tuae comedit me Tatian 2117,3 S. ⟨v1022⟩ dum appropiant super me nocentes ut edant carnes meas .. so mih ana-uuellen scadele daz sie mih ezen Notker 3,1,136 ATB. hs.E12.jh. gladius meus deuorabit carnes swert minez izzet daz fleisk cod. pal. vind. 2682 1,251 LGF. ⟨u1230⟩ rost izzet stahel und îsen Freidank 258,5 G. u1430 daz wild feur oder der flamm .. stinckt vnd isset vmb sich Peter v. Ulm 292 K. 1525/6 die caules komen auch aus den essenden sulphure, sale und mercurio, pastinaca und papaver Paracelsus I 13,78 S.

essen, n.

Fundstelle: Band 8, Spalte 2399, Zeile 42 [Rahnenführer]
ESSEN n.   ahd. ezzan, mhd. ezzen. mnd. ēten(t); mnl. nnl. eten. abl. von essen vb. 1 zubereitete nahrung, speise für menschen bis ins 17. jh. auch für tiere. a zubereitete, zu kauende nahrung, oft in gegenüberstellung zu getränk: ⟨790/802⟩ fleisko ezzan sed et carnium esus infirmis omnino debilibus pro repa(ra)tione concedatur (hierher? oder zu 2?) benediktinerregel 242,24 S. ⟨v1022⟩ et dederunt in escam meam fel vnde bediu uuurfen sîe gallun in mîn ezen Notker 3,2,467 ATB. ⟨u1120/30⟩ Jacob nam ezzen unde brot unde dar zuͦ einen win guͦt milst. genesis 50,1 D. ⟨1225/30⟩ mit leide ich bin besezzen/ sô daz mir trinken, ezzen/ niht gevuoren mac den lîp Rudolf v. Ems Barlaam 29,20 P. 1328 doh mag er von demselbm guͤt sein rehteu leipnar besern an essen, an trinchen, an gewant denkm. münch. stadtrecht 113 D. 1412 so er des essens ein teil genasz,/ so sprach er zuͦ Alexander Hans v. Bühel Diocletian 7684 K. 1536 und gaben ir (Anna Lameniten) hie die reichen leut vil gelts und kostlichs essen und trincken (Augsb.) chr. dt. städte 23,116. 1672 ob ich gleich den verwichenen gantzen tag weder essen noch trincken zu mir genommen Grimmelshausen vogelnest I 140 Sch. 1721 die reichen brachten allerhand von essen und trincken zusammen, ingleichen auch geld Pertsch beicht-stühle 249. 1811 essen und trinken wird reichlich aufgetischt Gottschalck ritterburgen (1810)2,241. 1978 Pingger habe .., wenn er bei ihr zu mittag gegessen habe, immer die salatsauce über das essen geschüttet Geiser Grünsee 245. b zubereitete nahrung, getränk mit einbeziehend: ⟨v1022⟩ numquid poterit deus parare mensam in deserto? mag got hîer in uuûosti geben ezen? Notker 3,2,543 ATB. ⟨1130/40⟩ er (Esau) prahte ime (dem vater) sin ezzen bücher Mosis 23 D. ⟨1215/6⟩ diu Physicâ .. lêret, ob man siech sî,/ waz ezzens und waz erzenî/ zeim ieglîchem siechtuom sî guot Thomasin 9082 R. ⟨1.h14.jh.⟩ ich gib dir brot und wein/ und was nu guͦtz essens kan gesein Friedrich v. Schwaben 2458 DTM. ⟨1441⟩ eyn essen, dass sollen geben und bestellen die hoffigen lude mit krachenden tischlachen und zwierley wyn arch. Frankf. gesch., n. f. 2,220. 1531 Christus habe sonderlich wolgefallen, die selbige losung durch ein essen oder abendmal zugeben oder anzurichten Jonas apologia Ee4b. 1648 er (der mann) wird aller freud vergessen,/ kleid und essen,/ wann er übel ist beweibt Harsdörffer trichter (1647)2,63. 1729 (madame) besucht das hospital, schickt den gefangnen essen Abel sat. ged. 1,100. 1884 wir hatten allerdings ausgemacht, daß das essen nur sehr einfach sein sollte Stinde familie Buchholz 21,172. 1975 Valeska rief den kellner, sie bestellte für die beiden das essen Bienek polka 2176. c futter fressen, nahrung für tiere: ⟨11.jh.⟩ (sînen animalibus) gl.: fîehen (sendet er solichiu cibaria) gl.: ezzen in: Notker 3,2,441 ATB. ⟨u1150⟩ also der wolf ../ so er obe sineme ezzen stet Lamprecht Alexander V (1923)124 M. ⟨1258/74⟩ ouch was sie (erde) dem slangen/ dannoch zeim ezzen niht gegeben Konrad v. Würzburg Silvester 3483 ATB. ⟨A14.jh.⟩ ein sô hôher furste ..,/ der alle vogele spîset,/ die dier ir ezzen wîset erlösung 2684 DLE. ⟨u1445⟩ das er dick gesehen hett, das die alten pilgrin falken den jungen das essen in die nester prächten Mynsinger falken 11 LV. 1543 zwen lang vnnd scharpffe fuͤssz, damit sye das essen zuͦm maul fuͤren Eppendorff Plinius 117. 1604 sie (bauern) schneiden sie (kräuter) den kühen ins essen vnd hengen oder verstecken sie im stall Colerus oecon. 4,207. 2 meist gemeinschaftliche, oft feierliche einnahme einer mahlzeit, mahl: 863/71 ni ward io nihein ezzan mit sulichen (gästen) bisezzan,/ noh disg in alahalbon, ni si avur mit then selbon Otfrid IV 9,21 E. hs.M/E12.jh. so si (mönche) ufstant von ezzin si sizzen alle in ainer stat vnd lesin regula st. Benedicti 34 S. ⟨2.h13.jh.⟩ samnent úch zuͦ ainem grossen essenne gottes st. georgener prediger 177 DTM.hs. 14.jh. vnser herre ladit allewege den menschen ze dem ezzene altdt. pred. 111 W. ⟨u1400⟩ ir sült zuo mir komen hain/ nach essene in das hause mein Kaufringer 6,99 LV. 1549 ein groß essen helt der rat, wan er berechnet, und zu disem essen wird die gantz gemein geladen anhalt landreg. 1,170 S. ⟨1645⟩ als nun das essen geendet, versucht er, wie er .. sich von dem wirth könte ledigen Talitz reyszgespan (1663)256. ⟨1725⟩ da ich dann an ihm .. einen tumorem mollem .. gefunden, woran er .. viele jahre laboriret, auch öffters, sonderlich nach essens, schmertz daran empfunden in: Fritsch theol. gesch. (1730)1,379. ⟨1879⟩ die zeit nach dem essen .. benutzte ich, um einige malerische partien zu zeichnen L. Richter lebenserinn. 75 R. 1975 komm mit zum essen in opas wohnwagen Degenhardt brandstellen 186. 3 nahrungsportion einzelnes, als mahlzeit zubereitetes gericht: ⟨u1240/50⟩ daz ist ieslicher katzen muot:/ sæhe si vor ir unbehuot/ hundert tusent ezzen stan,/ si wolde zuo in allen gan Stricker tierbispel 11,3 ATB. ⟨u1300⟩ do man obe tische saz/ und an dem ersten essen was/ in einem wünneclichen sal,/ do .. Peter v. Staufenberg 41022 Sch. ⟨n1467⟩ es .. gab zwey und dreissig essen, almal truog man acht essen mit einander von gar kostlicher speis, und von allem getrank Tetzel Rǒzmital 150 LV. 1536 margraff Friderich von Brandenburg .. hat in (fürsten, grafen, adligen) geben 18 essen, darnach hat er daselben ain dantz gehept (Augsb.) chr. dt. städte 23,84. 1668 man isset diese früchte über dem tisch, vor andern essen und speisen Francisci lust-garten 443b. 1731 (der inhaftierte) bekommt täglich 4 essen d. neueste v. gestern 2,248 B. 1983 acht e[ssen] Duden dt. universalwb. 374a.

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Zitationshilfe
„äsen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/%C3%A4sen>, abgerufen am 04.12.2020.

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