Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

ätsch, interj.

Fundstelle: Band 3, Spalte 381, Zeile 65 [Unger]
ÄTSCH interj.   älter etsch. bes. in mdaa. u. volkstüml. spr. gebrauchter lautmalender ausruf d. schadenfreude, prahlerei oder des spotts, oft zusätzlich unterstrichen durch die spottgeste des sogenannten rübchenschabens, bei der der eine zeigefinger wiederholt am anderen entlangfährt: 1666 etsch, wenn du mich .. kenntst! in: 1DWB 3,1178. 1781 aetsch! .. wird beym auszischen gesaget wenn einer etwas vergeblich gethan hat Dähnert plattdt wb. 3b. 1831 (interj. irridentis) nhd. ätsch! J. Grimm gramm. 3,304. 1897 ich habe (trotz rauchverbots) meine tür einfach zugeriegelt und weiter geraucht – etsch! Kiderlen-W. 1(1924)151. ⟨1916⟩ Diederich zeigte dem himmel seinen Wilhelms-orden und sagte „ätsch!“ – worauf er ihn sich ansteckte H. Mann 7,435 ak. 1996 ätsch, ich bin doch beides, schlüssel und schloß Walser krieg 271.

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Zitationshilfe
„ätsch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/%C3%A4tsch>, abgerufen am 27.11.2020.

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