Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

aufbetten, vb.

Fundstelle: Band 3, Spalte 433, Zeile 35 [Grimm]
AUFBETTEN vb.   1 das benutzte bett aufschütteln u. ordentlich legen, älter trans., jünger absolut gebraucht: 1602 die grub (im bett) da er .. gelegen, wolte er nicht leiden auffzubetten oder recht machen Kirchhof wendunmuth 2,358 LV. 1632 daß sein ruhbettlein schön auffgebettet vnd gezieret war Kreckwitz lustwäldlin 423. 1670 ich muß euch kochen, ich muß euch aufbetten Abele unordn. (1669)2,233. 1763 hält sich der herr baron ein stubenmädchen? .. ja! wegen der säuberkeit, und wegen des aufbettens Hafner 2,297 WLV. 1829 daß ich mir .. selbst aufbetten und auskehren soll? Nestroy 1,116 B./R. 1950 ein .. schlafzimmer, in welches nur die magd zum täglichen aufbetten oder bodenscheuern kam Graf mitmenschen 107. 2 (jmdm.) eine schlafgelegenheit, ein lager zurechtmachen, meist ellipt. gebraucht: 1610 da theile deine vbrige .. leylacher vnd decken her (für ein krankenhaus) so wirst du dir, vnd den armen auff zeitlich vnd ewig vber die massen köstlich auffbötthen Guarinonius grewel 1320. 1711 wenn ihm das zimmer beliebte, so wollte ich ihme neben meinem bette aufbetten lassen Stranitzky ollapatrida 136 WND. 1714 daß du .. dich mit mir gewöhnt, / auch ohne federn uns ein lager aufzubetten (im freien) Günther 1,7 LV. ⟨1943⟩ brautgemach .., wo den neuvermählten aufgebettet worden war mit blumen Th. Mann (1955)5,258. 1969 sei so lieb und bette die couch im kleinen zimmer auf, sie (frau) muß gleich schlafen Bartsch zerreissprobe 66.

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Zitationshilfe
„aufbetten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/aufbetten>, abgerufen am 26.11.2020.

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