Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

aufkreuzen, vb.

Fundstelle: Band 3, Spalte 574, Zeile 2 [Grimm]
AUFKREUZEN vb.   zu kreuzen. 1 in der seemannsspr., im zickzack gegen den wind segeln: 1846 (die Holländer) erblicken dreizehn königliche schiffe .., welche in den strom einlaviren, worauf beschlossen wird, gegen den fluß aufzukreuzen und diesen mit dem größten theil ihrer schiffe zu blokiren Smidt Ruiter 3,137. ⟨1877⟩ sie hätten es (rettungsboot) drei stunden lang verfolgen können, wie es gegen den sturm aufkreuzte Spielhagen s. rom. (1895)9,392. 1904 aufkreuzen .. durch kreuzen .. mit einem schiff sich luvwärts aufarbeiten Stenzel seemänn. wb. 25a. 1954 jetzt, beim aufkreuzen gegen den wind, zeigten sich die wahren (segel)talente Turek Schwing 167. 1986 das schiff läuft mit einem winkel um 60 grad zum wind. man müßte diesen winkel verkleinern können, dann wäre die fähigkeit zum aufkreuzen größer Selber schiff 70. 2 wohl umgangssprl. erweitert aus 1, plötzlich kommen, (unvermutet) erscheinen, daherkommen, auftauchen: 1950 also müssen die zeugen aufmarschieren, um Jeorchs gedächtnislücke auszufüllen. die zwei jugendlichen kreuzen auf und versichern, Jeorch habe sie, die ganz friedlichen, angerempelt Mostar im namen d. gesetzes 273. 1958 da, in höchster not, kreuzte ein kahn .. auf; .. starke arme zogen mich ins boot WDG-arch. 1997 Kai ist einer von denen, die im „sleep in“ (übernachtungsstätte für straßenkinder) regelmäßig aufkreuzen süddt. ztg. (9.7.)16.

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Zitationshilfe
„aufkreuzen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/aufkreuzen>.

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