Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

ausbüszen, vb.

Fundstelle: Band 3, Spalte 994, Zeile 27 [Pfeifer]
AUSBÜSZEN vb.   älter auch unumgelautet. 1 etwas ausbessern, instand setzen, reparieren, wiedergutmachen, auch im christl. sinnedurch buße sühnen 1525 zwyngt in die not, waz er .. hat, zu verkaufen um .. zugefugt scheden auszubussen urkb. mansfeld. saigerhandel 77 M. ⟨1541⟩ wo sie ausgebusset haben fur ir et patrum peccatis, so wird Christus komen (nachschr.) Luther w. 49,220 W. 1648 ein .. hinkender gräus würde zwahr den hauffen (der belagerten) vermehren und di lükke ausbühssen: aber wenig hülfe tuhn Zesen Dögen, kriges bau-kunst 108. 1718 damit Jesus die versuchung wieder ausbüssete, durch welche die ersten menschen gefallen waren Neumeister seegen 389. 1841 ausbüsen – die netze flicken Laube jagdbrevier 239. 1879 die schuld wegschieben, .. eure sünden nicht redlich ausbüßen, sondern an den priester hinüberhusten Vischer auch einer 1,293. 1999 noch der wäsche ward ausgebießt thür. wb. 1,406. 2 etwas bis zum ende durchleiden durchstehen, etwas ausbaden (vgl. auch Wurm wb. [1858]1,896b ausbüßen 3): 1782 was die fürsten rasen, immer büßens die Griechen aus Wieland Horaz, br. 1,62. ⟨1793⟩ also magst du (Ares) der mutter verwünschungen ganz ausbüssen Voss ilias (1802)2,240. 1796 S. wird aber den handel auch allein ausbüßen müßen C. Schlegel br. 1,331 W.

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Zitationshilfe
„ausbüszen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/ausb%C3%BCszen>.

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