Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

aussäckeln, vb.

Fundstelle: Band 3, Spalte 1314, Zeile 39 [Schrader]
AUSSÄCKELN vb.   öst. auch aussackeln. selten mit akk. d. sachegeld auszahlen, seinen besitz weggeben’, mit objektwechsel aucheinen beutel leeren’, zuerst lexikal.; häufiger mit akk. d. personjmds. geldbeutel leeren, ihm das geld abnehmen seinen besitz plündern’, noch öst.: 1489 ebursator (!) außgesecklet Brack voc. rer. c 4a. 1598/1647 sein ußgesecklet gält, so er .. rechtmeßig als richterslön, gricht in: frnhd. wb. 2,1274. ⟨1599⟩ derselb (spieler) .. gewint jhm (einem anderen spieler) denselben (rest) ab vnnd seckelt jhne auß biß auffs hembt Albertinus sendtschreiben (1603)3,138a. ⟨1643⟩ damit jhr .. ewre eygene freunde quelen, vntertrucken, außsecklen, verderben .. möget Moscherosch gesichte (1646)2,77. ⟨v1709⟩ ich .. habe dasselbige (säckchen samen) an mehristen theil ausgeseckelt (‘geleert’) Abraham a s. Clara kramer-laden (1710)3,9. 1778 sie haben dich schön ausgesäckelt heut F. Müller Faust 73 DLD. ⟨1782/7⟩ bis er ihr sein hab und gut ausgeseckelt hätte Musäus volksmärchen 3,157 M. ⟨1886⟩ so laß ich ihm denn die freud’, solang mir die karten schlecht g’fallen sein, mich nach herzenslust ausz’sackeln Anzengruber 34,106 B. 1996 auch in den zeiten des kaiserreiches wußte man also schon die leute auszusäckeln salzb. nachrichten (28.12.), IdS-arch.

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Zitationshilfe
„aussäckeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/auss%C3%A4ckeln>, abgerufen am 30.11.2020.

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