Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

ausschlürfen, vb.

Fundstelle: Band 3, Spalte 1371, Zeile 68 [Schmitt]
AUSSCHLÜRFEN vb.   älter auch ausschlurfen. etwas geräuschvoll, genießerisch austrinken, leer-, zu ende trinken, auch bildl.: ⟨v1565⟩ nach goͤttlicher gerechtigkeit muͤssen die kinder des entgelten, was die eltern gebrawen, vnd ausschlurffen, was sie eingebrocket haben Mathesius Syrach (1586)3,98b. 1669 wollen es (das ei) etliche lieber außdützschen als außschlürffen Praetorius glückstopf 437. ⟨1785⟩ um zuweilen mit der frau pfarrerin eine gute tasse caffee ausschlürfen zu können Jung-S. Theobald (1827) 2,157. 1852 sie (anrede) werden das meer der täuschungen von vorn an ausschlürfen Alexis ruhe 5,7. ⟨1856⟩ Ludwig ging in die stube zurück, um das letzte glas wein auszuschlürfen M. Meyr Ries 21,29. 1934 nur einmal hatte er .. gierig einen becher suppe ausgeschlürft Franck reise 281. 1993 wie einer eine auster ausschlürft tagesztg. (16.9.)19.

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Zitationshilfe
„ausschlürfen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/ausschl%C3%BCrfen>, abgerufen am 27.11.2020.

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