Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

ausschlupf, m.

Fundstelle: Band 3, Spalte 1371, Zeile 24 [Schmitt]
AUSSCHLUPF m.   abl. zur nicht umgelauteten form von ausschlüpfen. das heraus-, entschlüpfen, entwischen, als nomen actistelle zum heraus- entschlüpfen’, auch u. zunächst i. s. v.ausrede, ausflucht 1520 vß vrsach thuͦ ich die ynred, dan ich weiß dein vß schlupff vnd yngeng Murner 7,78 Sch. 1534 dem Zwingli keins wegs gstan, sunder mit sinen alefanzen und usschlüpfen handlet Salat in: schweiz. id. 9,635. 1541 exceptio ein außschlupff, zufung, außzug, wenn ein anspraͤchiger nit wil zum rechten fuͦß halten Cholinus/F. dict. 333a. ⟨1895⟩ eine dachklappe über dem pferdestall bildete den aus- und einschlupf für die tauben Fontane (1919) I 4,186 jub. 1938 als warte er auf den ausschlupf des nächsten und folgenden wortes Barlach mond 190 D. 1958 daß der spalt mehrmals abbiege und dann zu enden scheine, ohne daß ein ausschlupf gegen den hang zu bemerken sei Behm-B. höhlen 132. 1999 Duden, wb. dt. spr. 1,409a.

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Zitationshilfe
„ausschlupf“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/ausschlupf>, abgerufen am 30.11.2020.

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