Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

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aufschmücken, vb.

Fundstelle: Band 3, Spalte 711, Zeile 52 [Unger]
AUFSCHMÜCKEN vb.   etwas, jmdn., sich mit schmuck versehen, herausputzen: 15.jh. des glichen .. beschicht allen vppigen frowen, die sich also vff schmücken. auch ziernd sie ir heubte mit krentzen in: altdt. blätter 1(1836)59. ⟨1531⟩ alle nachkom̄nen bauwen den propheten .. greber, vnd schmucken sy hoch auf Franck zeitb. 2(1550)75b. 1592 die gegenlehr .. welche vor jaren .. wider die warheit herfuͤr bracht; vn̄ nun .. widerumb herfuͤr gezogen vnd zierlicher auffgeschmuͤckt worden Ulenberg antwort 192. 1696 die frau .. schmückte sich auff, ihm zu gefallen persian. baum-garten, in: Olearius reisebeschr. 44a. 1775 auf feinem schönen papier .. gedruckt, und mit .. 1 schönem kupfer aufgeschmückt Claudius s. w. 1/2, IV. ⟨1878⟩ die festlich aufgeschmückte stube Storm 5,31 K. 1971 häuser, übel aufgeschmückt mit ein paar billigen reklamefähnchen Steinberg ikebana 96.

ausschmücken, vb.

Fundstelle: Band 3, Spalte 1374, Zeile 27 [Schmitt]
AUSSCHMÜCKEN vb.   mhd. ûzsmücken. ‘jmdn., sich, etwas mit schmuck ausstatten, schön gestalten’ , auch ‘etwas, eine darstellung, abhandlung weiter ausgestalten erweitern, ergänzen, detaillieren ⟨E14.jh.⟩ si sal ir haubet nicht uss smocken / unnd mit den slegeren vor uss zocken Rothe keuschheit 3716 DTM. ⟨1415/6⟩ undirwisunge .., / di dez menschin nature lobelich machit / und en edillichin uzsmuckit ders., ritterspiegel 382 ATB. 1576 lass die ander kamr schmuͤcken auss Rollenhagen Tobias 50 HDN. ⟨1632⟩ ie subtiler ausgeschmücket / den beleibten wind, sein glas, / uns Venedig überschicket, / ie geschwinder bricht auch das Fleming ged. 1,264 LV. 1641 diese ist die sprache, o ihr Teutschē, .. die jhr müsset zieren und außschmückē Schottel sprachkunst 47. 1654 die außgeschmückten wort und fälschliches beschönen, / das hatte hier nicht stat Logau sinnged. 643 LV. 1682 dessen (Tassos) Amynta ist von Menagio mit einem commentario außgeschmückt Morhof unterr. 202. ⟨1743⟩ der land-leut’ ausgeschmückte schaar Brockes vergnügen 7(1748) 262. 1753 daß die vernunft sie (die dichtung) billigen und mit gründen ausschmüken kan Wieland I 3,472 ak. ⟨1763⟩ dich, mit vermehrten siegeskränzen ausgeschmückter! Karschin ged. (1797)11. 1765 in dem zeitalter einer sehr ausgeschmückten bürgerlichen verfassung Kant 2,305 ak. 1815 (ich fuhr fort) meine predigten mit allen künsten der rhetorik auszuschmücken E. T. A. Hoffmann 2,38 G. ⟨1855⟩ eine halle, welche mit blühenden sträuchern ausgeschmückt war Freytag (1886)4,14. 1895 jedenfalls verstand er, spannend zu erzählen und seine lügen geschickt auszuschmücken Polenz Büttnerbauer 244. ⟨v1965⟩ man sagt ja, die litauische braut ziere sich, was nicht bedeutet: sie schmückt sich aus Bobrowski claviere (1966)148. 1966 weit entfernt .. von allem, dessen die ausschmückende phantasie sich so gern bemächtigt, um der leidigen gegenwart einen schuß prickelnder vergangenheit hinzuzufügen Berger Nettesheim 337. 2003 im esszimmer waren die wände mit rehbockgehörnen, antiken gefäßen und waffen ausgeschmückt reichenbacher kal. 88.

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Zitationshilfe
„ausschmücken“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/ausschm%C3%BCcken>, abgerufen am 27.11.2020.

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