Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

ausschreier, m.

Fundstelle: Band 3, Spalte 1386, Zeile 17 [Fröhlich]
AUSSCHREIER m.   zu ausschreien 1 a. ausrufer herold, marktschreier; jmd., der gerüchte, verleumdungen verbreitet: ⟨v1475⟩ so laß mich sein den pytel vnd außschreier, das guͦt zu verkauffen Eyb dt. schr. 2,116 H. ⟨1488⟩ und stund der außschreier auf dem umblauf unser frawen capellen Meisterlin in: (Nürnb.) chr. dt. städte 3,161. 1520 du bist ein waibel ein außruͦffer vßschreier Pauli narrenschiff 59a. 1668 es ist kein unmüglich ding, daß fürsten und herren nicht solten können dergleichen außschreyern, verleumdern und meutereymachern das maul zu sperren in: Londorp acta publica 1,228b. 1778 und von Neumann kann man sagen, was von allen ausrufern, ausschreiern: „sie wissen nicht was sie thun.“ Hippel (1827)14,88. ⟨1835/42⟩ ein vorlaufer .., ein aus- oder einschreier, oder herold, hält um platz und ruhe an Gervinus dt. dicht. (1853)2,338. 1918 dieser mensch im roten frack des ausschreiers einer jahrmarktsbude d. ziegelbrenner 3/8,93 faks. 1996 vom nahen markt der lockruf der ausschreier zür. tagesanz (2.4.)5.

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Zitationshilfe
„ausschreier“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/ausschreier>, abgerufen am 26.11.2020.

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