Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

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aufseufzen, vb.

Fundstelle: Band 3, Spalte 742, Zeile 1 [Grimm]
AUFSEUFZEN vb.   plötzlich (kurz) seufzen, häufig auch tief aufseufzen: ⟨v1709⟩ ihr werdet .., so offt ihr zum essen gehet, ehe ihr eine speiß in den mund traget, aufseufftzen Abraham a s. Clara etwas (1699)2,87. 1802 ich vernehm’, .. wie sie (geliebte) aufseufzt, / und das thränlein ihr entschleicht Voss s. ged. 3,54. 1820 blickte der alte mit dem ausdruck der schmerzlichsten wehmut gen himmel, und sprach dann tief aufseufzend .. E. T. A. Hoffmann 8,20 G. 1997 vor glück und zufriedenheit ganz zart aufseufzen tagesztg. (6.3.)16.

ausseufzen, vb.

Fundstelle: Band 3, Spalte 1442, Zeile 54 [Fröhlich]
AUSSEUFZEN vb.   aufhören zu seufzen, refl. ‘sich einer gemütsbewegung durch ausgiebiges seufzen hingeben; selten in der musikbeim einsingen stark ausatmen’, zuerst lexikal.: 1741 ausseufzen, ausgeseufzet haben gemitus finire, cessare a gemitibus Frisch wb. 2,266b. 1820 daß sie (die gitarre) im lauten klageton ausseufzte, auch das haben wir gesehen E. T. A. Hoffmann 10,54 G. ⟨1867⟩ als wäre sie ganz allein und froh, endlich einmal in einem verborgenen winkel sich nach herzenslust ausseufzen zu können Heyse [1924] I 3,342. 1924 ausgeseufzt hat die romanze Holz blechschmiede 1,119. 2005 „ausseufzen“ bittet der cantor .. seinen chor zu beginn der probe wiesb. tagbl. (1.3.), online. trans., etwas, ein wort, einen ton, eine gemütsbewegung mit starkem ausatmen äußern, oft ironisch: ⟨v1742⟩ der halberstorbne brach das band der schwären zungen, / und seufzte noch einmal ein feürigs amen aus Drollinger ged. (1743)111. ⟨1782/7⟩ die treue Emma seufzte unterdessen ihren geheimen gram in dem anmuthigen gefängniß aus Musäus volksmärchen 1,110 M. 1830 (Platen, der) bei kümmerlichem öllämpchen sein ghaselchen ausseufzt Heine 3,355 E. v1837 die unglückliche königin durfte es wohl nicht ausseufzen, was sie bei dieser rede fühlte Börne 2,1150 R. 2004 es gibt an und für sich keinen rationalen grund, dass maler zu gedichten etwas malen oder lyriker zu gemälden etwas lyrisches ausseufzen müssen online.

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Zitationshilfe
„ausseufzen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/ausseufzen>, abgerufen am 26.11.2020.

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