Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

ausspotten, vb.

Fundstelle: Band 3, Spalte 1471, Zeile 40 [Schrader]
AUSSPOTTEN vb.   1 jmdn. durch spott dem gelächter preisgeben, verspotten, sich über ihn lustig machen; selten von sachen, zuerst mit gen. d. pers.; seit dem 19. jh. bes. obd.: 1523 wann sye (die bezahlten beter) gottes ußgespottet haben mit irem geheül und gemürmel Bucer I 1,123 S. 1597 den 24. martii .. haben in zween studenten gleich beim thor im hineingeen ausgespotet font. rer. austr. II 58,232. ⟨v1661⟩ eben also muste Christus eine dorne crone tragen und sich darinnen .. lassen hönen und außspotten Schupp lehrreiche schr. (1684) 1002. 1774 indem es besser ist, daß man seine (des befehlshabers) allzugrosse vorsicht tadelt und ausspottet, als daß die festung überfallen wird Struensee kriegsbaukunst (1771) 3,440. 1847 ich .. wurde ausgelacht und ausgespottet Gotthelf Käthi 2,93. 1997 kinderbücher mache ich, um den kindern die macht zu geben, die erwachsenenwelt auszulachen und auszuspotten n. kronen ztg. (15.2.)62. 2 vereinzelt ‘aufhören zu spotten ⟨1531⟩ sie (die spötter Jesu) aber seindt zustoben .. unnd haben ausgespottet und konnen nicht mehr spitzige deiding reden (nachschr.) Luther w. 33,587 W. 1807 ausspotten .. aufhören zu spotten Campe wb. 1,341a.

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Zitationshilfe
„ausspotten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/ausspotten>, abgerufen am 25.11.2020.

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