Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

ausspreizen, vb.

Fundstelle: Band 3, Spalte 1481, Zeile 35 [Sattler]
AUSSPREIZEN vb.   etwas sich (ab)spreizen, ausbreiten, zuerst lexikal.: 1507 extortus vyßgespreytzet in: Diefenbach gl. 220b. 1568 tritt fuͤrbas fuͤr den ofen bhendt / zerr auff das maul, spreutz auß die hend texte Böhmens 137b W. 1610 wer im reitten dieselben (füße) auß- vnd von einander spreitzt Guarinonius grewel 1221. ⟨1682⟩ (beerensträucher) werden .. beschnitten .., damit sie mit ihrer zu viel sich ausspreitzenden höhe und breite den andern garten-gewächsen nicht verhinderlich fallen Hohberg georgica (1687)1,669a. 1789 mit den fechtenden armen und ausgespreizten fingern J. G. Müller Emmerich (1786)7/8,103. 1801 die hände ausgespreizt, wie wer nach leben / noch zuckt’ und griff, und überwältigt ward A. W. Schlegel Shakespeare (1797)8,100. ⟨1853⟩ dieses spinnenartig ausgespreizte gebilde von vorgebirgen, halbinseln und landzungen Riehl land (1861)187. 1929 da saßen die frauen und mädchen selbstbewußt in ihren ausgespreizten röcken Bunsen welt 120. 1957 Friedel löste die brosche .. und spreizte die starke nadel aus Beseler garten 392. 2000 hähne .. mit ausgespreizten federn berl. ztg. (31.7.)13.

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Zitationshilfe
„ausspreizen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/ausspreizen>, abgerufen am 04.12.2020.

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