Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

ausstäubern, vb.

Fundstelle: Band 3, Spalte 1492, Zeile 77 [Grimm]
AUSSTÄUBERN vb.   auch aussteubern. intensivbildung zu ausstauben, -stäuben, vgl. ausstöbern. 1 etwas, jmdn., ein tier herausstieben machen, aufstöbern, auch übertr.tilgen 1526 ich gehe dahyn, wie eine schatte dahyn fleucht, und werde ausgesteubert wie hewschrecken Luther w. 19,611 W. 1639 der könig (Gustav Adolf II.) .. eroberte .. Donawerth mit gewalt vnd lies daselbst das vor vielen jahren ausgesteuberte evangelium predigen Micraelius Pommer-land 4/6,295. ⟨v1664⟩ wir wollen diesem haupt (Sauls nachkommen) das uns sucht aus zustäubern / gantz wieder red’ und recht, so springen auf den leib / dass von dem stamm nicht zweig, nicht wurtzel überbleib’ Gryphius trauersp. 750 LV. 1675 wenn ich meinen hauswalther (eine laus) in seinem lager aussteubere, so mag ich ihm den hals brechen Weise leute 189. 1700 daß er die philosophie verworffen. .. die heidnischen auctores aus den schulen aussteubern wollen Arnold kirchen-hist. (1699)3,139b. 1774 einen ausstäubern ihn gleichsam wie staub hinaus treiben Adelung wb. 1,587. 1854 (objektwechsel:) die stäuber (jagdhunde) pflegen alle graben und hecken auszustäubern 1DWB 1,983. 2 etwas ausschütteln, ausstauben: 1660 (im bilde:) die pfeffer-säcke (kaufleute) wissen nicht, wie sie ein ding theur gnug geben sollen, drumb müssen sie uns soldaten unterweilens auff der strasse unter die hände gerathen, daß wir ihnen die pfeffersäcke ein wenig außstäubern Schupp streitschr. 2,100 HND.

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Zitationshilfe
„ausstäubern“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/ausst%C3%A4ubern>, abgerufen am 27.11.2020.

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