Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

aussterbeetat, m.

Fundstelle: Band 3, Spalte 1507, Zeile 56 [Pfeifer]
AUSSTERBEETAT m.   posten im finanzplan, der nach dem absterben seines inhabers gestrichen wird. zu aussterben 1. überwiegend in den wendungen auf den aussterbeetat setzen zum streichen vorsehen, langsam ausschalten, beseitigen, auf dem aussterbeetat stehen, sein zum streichen vorgesehen sein, langsam auslaufen, zuendegehen: 1871 weil er .. überzeugt ist, daß die kirche von der republik in kürzester zeit auf den aussterbeetat gebracht werden möchte Rindfleisch feldbr. 6188 O. ⟨1873⟩ die zukunft .. gehört den großen städten; die kleinen sind auf den aussterbeetat gesetzt Heyse [1924] I 1,542. ⟨1895⟩ haus Innstetten (ohne männl. nachkommenschaft) .. stand also mutmaßlich auf dem aussterbeetat Fontane (1919) I 4,372 jub. 1914 das blatt (eine zeitung) stand .. auf dem aussterbeetat, da die geldmittel völlig erschöpft waren Legien arbeiterbewegung 57. ⟨1916⟩ den alten (angestellten) habe ich (Diederich Heßling) auf den aussterbeetat gesetzt. die wichtigeren sachen mache ich allein H. Mann 7,177 ak. 1921 diese reflexspezialitäten der musik, das orientalische, spanische .. sind posten auf dem aussterbeetat Moszkowski gottheiten 120. v1956 dabei ist alles zusammen (theaterdekoration) irgendwie auf dem aussterbeetat Brecht schr. z. theater 7,169 H. 1980 Brockhaus/W. wb. 1,461b.

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Zitationshilfe
„aussterbeetat“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/aussterbeetat>, abgerufen am 30.11.2020.

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