Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

austäfeln, vb.

Fundstelle: Band 3, Spalte 1530, Zeile 24 [Unger]
AUSTÄFELN vb.   etwas, bes. innenwände, zur zierde mit holz-, steintafeln u. ä. auskleiden, auslegen, meist als part.adj. ausgetäfelt: ⟨v1565⟩ ein mensch kan noch one .. sammet vnd seiden, one außgeteffelte heuser, seidene decken .. wol leben Mathesius Syrach (1586)2,28b. 1628 eine alte, von neuen geweiste kirchen ..; dieselben ist gantz mitt marmelstein ausgetafelt Lubenau reisen 2,81 S. 1699 in .. hohen zimmern, kan man die decken mit bauzierathen außtäfflen Sturm Daviler, civil baukunst 183. 1711 (bildl.:) daß der mann .. das faust-recht über sie gehalten, ihr gesicht gut ding ausgetäffelt und mit blauer schmalten überstrichen ollapatrida 177 WND. 1785 ein bad, dessen wände mit meißnischem porzellan ausgetäfelt sind Hirschfeld gartenkunst (1779)5,309. 1838 im innren der kirche wird .. der mit perlenmutter ausgetäfelte stuhl des h. Joannes Chrysostomus gezeigt Schubert morgenland 1,195. 1909 o du mit deinem schädel, außen stein / und innen schubfachmäßig ausgetäfelt, / dein herz zuerst geteert und dann geschwefelt Wedekind stein 8. 1999 austäfeln .. die wände (die decke) des zimmers mit holzplatten versehen, thür. wb. 1,471.

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Zitationshilfe
„austäfeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/aust%C3%A4feln>, abgerufen am 26.11.2020.

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