Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

austüfteln, vb.

Fundstelle: Band 3, Spalte 1568, Zeile 57 [Scheider]
AUSTÜFTELN vb.   bis in die mitte des 20. jhs. (mdal. bis in die gegenwart) auch entrundet austifteln. etwas besonders raffiniertes ersinnen, erfinden; geläufig sich etwas austüfteln. als part.adj. auch i. s. v. ‘konstruiert, unnatürlich 1847 bei herrn Heinzen haben sie (die maßregeln) weder sinn noch verstand, weil sie als ganz willkürlich ausgetüftelte, spießbürgerliche weltverbesserungsschwärmereien auftreten in: bund kommunisten (1970)1,546. 1854 die art, wie Hertzberg die lösung der großen weltfrage .. ausgedüftelt hatte Häusser dt. gesch. 1,292. 1919 in diesem stück wirkt die ausgetüftelte motivierung bis zur unnatur ärgerlich Eulenberg leben 64. ⟨v1956⟩ täglich ein .. gesetz gegen die reichen widerrufen und täglich schärfere verordnungen austifteln, die armen zu fesseln Brecht stücke 11(1969)236. 1964 du möchtest eine ordnung, die du dir selbst ausgetüftelt hast Březan mannesjahre 152. 1965 diese aufgabe ist kein ausgetüftelter, extremer sonderfall wochenpost 20,21a. 2005 wir sind dabei, etwas auszutüfteln, und es geht voran berl. ztg. (19.1.)10a.

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Zitationshilfe
„austüfteln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/aust%C3%BCfteln>, abgerufen am 26.11.2020.

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