Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

austapezieren, vb.

Fundstelle: Band 3, Spalte 1532, Zeile 36 [Unger]
AUSTAPEZIEREN vb.   etwas, einen raum, inwendig mit tapete u. ä. bekleiden, auskleiden, schmücken, vollständig tapezieren: 1694 der wirth .. empfing den bischoff mit grosser reverentz, losirt ihn in einem stattlich außtapezirten zimmer predigtmärlein barockzeit 243 M.-R. 1750 muß man die badwanne inwendig mit einem tuche austapezieren, und auf den boden .. ein polster .. legen, auf das sich der krancke setzet Chomel, lex. 1,996. 1771 in meinem hause laße ich austapezieren Herder brw. 1,263 Sch. 1781 gleich einer .. spinne saß er im mittelpunkt seiner gedanken- und wortgewebe, ewig beschäftigt, den kleinen vorrath von begriffen .. in .. dünne fäden auszuspinnen, daß er alle die unzählbaren leeren zellen seines gehirns über und über damit austapezieren konnte Wieland I 10,257 ak. 1841 in den ruinen .. der scholastik irgend einen winkel mit dem stroh einer leergedroschenen nomenklatur auszutapezieren hist.-polit. bl. 7,679. 1851 in den kleinen niedrigen, aber kostbar austapezierten zimmern Gutzkow ritter (1850)8,338. 1926 die seitenwände .. der kisten sind mit wellpappe auszutapezieren Sachsenberg verpacken 140. ⟨1939⟩ dieses haus da, nummer acht, habe ich auch mal austapeziert Seghers kreuz (1950)82. 1965 daß er sein ganzes wohnzimmer die wände hoch mit büchern austapeziert hatte Zeiske spuren 271. 1999 lange papierbahnen mit denen der raum austapeziert ist frankf. rundschau, DWDS-arch.

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Zitationshilfe
„austapezieren“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/austapezieren>, abgerufen am 26.11.2020.

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