Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

auswühlen, vb.

Fundstelle: Band 3, Spalte 1616, Zeile 52 [Schmitt]
AUSWÜHLEN vb.   etwas (aus der erde) hervorgraben, den boden aufgraben: 15.jh. diuellere uzwülen in: Diefenbach gl. 188a. 1565 man weiß sonst von wenig andern thieren, die die graͤber der todten coͤrper halben außwuͤlen, als die hyene thuͦn Heyden Plinius 163. ⟨v1660⟩ wann der blinde maulwurff spielt, / und sich selber ausgewühlt, / kom̄t ein wetter aufgestiegen Czepko weltl. dicht. 264 M. 1758 man wühlet sich allerley wurtzel aus Ortmann patriot. br. 1,62. 1798 schon war schädliches eisen, und gold, heilloser denn jenes, / ausgewühlt Voss verwandlungen 1,13. 1850 die eisenstäbe oben aus der mauer auszuwühlen, war schwer Gutzkow ritter 2,257. ⟨1853⟩ in .. tief ausgewühlten bergmulden Tschudi thierleben (1858)10. 1908 daß die elefanten und nashörner beim baden große tiefe löcher .. auswühlen Passarge Südafrika 156. 1977 die letzte sturmflut hatte den friedhof ausgewühlt Steenbeck impulse 21.

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Zitationshilfe
„auswühlen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/ausw%C3%BChlen>, abgerufen am 04.12.2020.

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