Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

auswendiglernen, n.

Fundstelle: Band 3, Spalte 1597, Zeile 37 [Fröhlich]
AUSWENDIGLERNEN n.   zusr. des infinitivs. das eine exakte wiedergabe aus dem gedächtnis intendierende lernen, häufig mit pejorativer akzentuierung des rein mechanischen reproduzierenden: ⟨1700/2⟩ wie ich auch deswegen, was ich vor jahren heraus gegeben, ausdrücklich bedungen, daß es nicht zum auswendig-lernen gebraucht werden solle Spener bedencken (1712)1,1,427. 1762 weil die sänger bey dem auswendiglernen, die sich immer ähnlichen recitativmodulationen leicht verwechseln Bach clavier 2,317 faks. 1803 zu ihrer (anrede) rede kann ich eben nicht glück wünschen, denn das redemachen .. ist sowohl beim verfertigen als auswendiglernen nichts angenehmes J. Grimm br. an Wigand 28 S. 1864 dem geisttödtenden aufzwängen unverstandenen lehrstoffes durch mechanisches auswendiglernen war der krieg erklärt Hettner gesch. dt. lit. (1862)2,321. ⟨1901⟩ schon der 6jährige Chinese, der die schule betritt, wird gleich im auswendiglernen gedrillt Molisch vortr. (1920)34. 1979 als die premiere kam, .. half ihm alles auswendiglernen nichts Plenzdorf legende 232. 2000 audiodateien sämtlicher nationalhymnen der welt zum auswendiglernen frankf. allg. ztg., DWDS-arch.

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Zitationshilfe
„auswendiglernen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/auswendiglernen>, abgerufen am 27.11.2020.

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