Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

auszending, n.

Fundstelle: Band 3, Spalte 1411, Zeile 6 [Scheider]
AUSZENDING n.   äußere bedingung, begebenheit. überwiegend im plur.gesamtheit der außerhalb des subjekts existierenden welt; pejorativ ‘bloße, unwesentliche äußerlichkeit 1788 bin ich .. um etwas weniges beßer, als ich .. bey den außendingen die uns umgaben, in ihren (anrede) augen habe erscheinen können Schiller 25,35 nat. ⟨1808⟩ daß der egoismus, indem er uns gegen jedes außending ankämpfen lehrte, uns dennoch untersagte, die uns umgebenden geschöpfe der völligen vernichtung preiszugeben Börne 1,75 R. 1822 man hält melancolische .. für blödsinnig, .. wenn sie sprachlos auf einer stelle sitzen, und von allen außendingen keine notiz nehmen K. G. Neumann vorstellungsvermögen 355. ⟨1826⟩ so sind selbst jene romantischen züge aus Ulrichs leben zur fabel geworden, der geschichtschreiber verschmäht sie als unwesentliche außendinge Hauff 3,340 F. 1906 ich brauche die ganze unachtsamkeit meines innern gegen außendinge Morgenstern leben 206 M. 2000 die epistemologische urszene der neuzeitlichen metaphysik, in der ein intentionales bewußtsein die außendinge anvisiert frankf. allg. ztg. (8.7.), DWDS-arch.

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Zitationshilfe
„auszending“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/auszending>, abgerufen am 04.12.2020.

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